Deichpflege mit Schafen

04.01.2018

Schafe vorm Deich © Detlef Finger

Magdeburg. Das Land zahlt den Vertragsschäfern für die Deichpflege ab diesem Jahr mehr Geld. Sachsen-Anhalts Umwelt- und Agrarministerin Claudia Dalbert sagte am Mittwoch in Magdeburg, die Beweidung der Landesdeiche mit Schafen sei seit Jahren gängige Praxis und zugleich die beste Pflege für die Hochwasserschutzanlagen. Auf knapp der Hälfte der Deichfläche (52 %) im Land habe sich die Pflege der Grasnarbe mittels Beweidung durch die kleinen Wiederkäuer in den vergangenen Jahren bewährt. „Ich möchte, dass es noch mehr wird: 60 Prozent ist unser Ziel“, erklärte die Ministerin.

 

Dalbert sagte, Deiche seien schwieriger zu pflegen als herkömmliche Weideflächen. Deshalb erhöhe das Land die Pflegeentgelte hierfür im Einvernehmen mit dem Landesschafzuchtverband ab dem 1. Januar 2018. Das Entgelt für die Beweidung steige von derzeit 270 € auf 425 €. Für die Komplettpflege erhalten die Schäfer anstatt bisher 820 € künftig 975 €.

 

Neben der Erhöhung der Entgelte sei auch der aktuelle Mustervertrag, der die Rechte und Pflichten der Vertragspartner regelt, angepasst worden. Im beiderseitigen Interesse seien Erfahrungen aus der Anwendungspraxis aufgegriffen und Inhalte konkretisiert worden. Die Ministerin zeigte sich erfreut darüber, dass die Schäfer und der Landesschafzuchtverband weiterhin verlässliche Partner ihres Hauses sind, wenn es darum gehe, die Deiche zu pflegen und funktionsfähig zu halten.

 

Direkte Vertragspartner für die Deichpflege sind der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) sowie die einzelnen Schäferinnen und Schäfer. Die mit den Schafhaltern vertraglich vereinbarten Leistungen umfassen entweder ausschließlich die Beweidung oder beinhalten zusätzlich im Rahmen einer Komplettpflege ergänzende Arbeiten. Dazu gehören die Nachmahd und die Beseitigung des Gehölzaufwuchses.

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