NewTec will Otema-Standorte übernehmen

01.10.2015

Die geplante Übernahme von drei Standorten der insolventen Otema-Gruppe in Sachsen und Thüringen durch die Agravis-Tochter NewTec GmbH ist bislang noch nicht durch das Kartellamt genehmigt worden. Dies erklärte Bernd Homann, Sprecher der Agravis Raiffeisen AG, gegenüber der BauernZeitung. Alle notwendigen Anträge würden beim Kartellamt vorliegen, nun warte man auf dessen Entscheidung, so Homann. Ursprünglich war vorgesehen, dass die NewTec GmbH die Otema-Standorte in Grimma und Lichtenau sowie im thüringischen Schmölln mit insgesamt 64 Mitarbeitern bereits zum 1. Oktober übernimmt. Eine Übernahmegenehmigung vorausgesetzt, würde der neue Eigentümer der Standorte das bisher angebotene Landtechnikprogramm vor allem der Hauptmarke New Holland weiterhin unterstützen.

 

Die Otema-Gruppe hatte zum 31. Juli dieses Jahres Insolvenz anmelden müssen. Ein Standort der Gruppe im anhaltischen Bad Dürrenberg wurde bereits Anfang August an einen neuen Eigentümer verkauft. Über die Standorte Grimma, Lichtenau und Schmölln waren nach Aussage des Leipziger Anwalts Joachim Voigt-Saulus, der als Insolvenzverwalter fungiert, „monatelange Verhandlungen“  geführt worden. Voigt-Salus sagte, er sei froh, dass er mit NewTec als dem wirtschaftlich stärksten Interessenten schließlich die Übereinkunft habe erzielen können.

 

Die Otema-Gruppe hat Voigt-Salus zufolge noch im vergangenen Jahr mit über 200 Mitarbeitern rund 94 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. Ein „nicht rentierliches“ Engagement in Bayern habe das Unternehmen jedoch auf wirtschaftliche Talfahrt geschickt. Zunächst war eine Sanierung in Eigenverwaltung angestrebt worden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr