Klauenpfleger

15.06.2012

© Karsten Bär

Hier sind Fachleute gefragt: „In Sachsen sind Probleme mit Klauen und Gliedmaßen die zweithäufigste Abgangsursache in den Milchkuhbeständen“, verdeutlicht Prof. Michael Klunker, der an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) den Lehrstuhl für Grundlagen der Tierzüchtung innehat. Auch weil Klauenerkrankungen die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugung beeinflussen, der Tierschutz eine immer größere Rolle spielt und der Dokumentationsaufwand beim Arzneimitteleinsatz in der Tierhaltung steigt, werden gute Klauenpfleger immer wichtiger. „Das unterstreicht die Bedeutung Ihres Berufs klar“, sagte Klunker, der zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses für Klauenpfleger ist, bei der Vergabe von Zeugnissen an sieben frischgebackene „Geprüfte Klauenpfleger“ vergangene Woche an der HTW in Dresden-Pillnitz.


Absolviert haben sie zuvor einen Weiterbildungskurs der Genossenschaft Klauenpfleger Sachsen eG. 510 Stunden beinhaltet der Kurs. Der Theorieteil wurde von 15 verschiedenen Fachdozenten in Lohmen bei der Klauenpfleger-Genossenschaft inhaltlich gestaltet. Im praktischen Teil, der 310 Stunden umfasste, erlernten und vertieften die Teilnehmer, die einen Berufsabschluss in der Landwirtschaft haben, unter Anleitung eines Lehr-Klauenpflegers ihre handwerklichen Fähigkeiten in Betrieben.


Mit ausschließlich guten und sehr guten Noten haben die Teilnehmer ihre Weiterbildung abgeschlossen (siehe Foto). „Es macht Freude, wenn man sieht, dass die Teilnehmer ihr Fach verstehen“, zeigt sich Michael Kloó, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft Klauenpfleger, angetan. „Das ist auch eine Anerkennung für unsere Lehrklauenpfleger.“ Da viele derzeit noch aktive Klauenpfleger in den nächsten Jahren ihre Tätigkeit aus Altersgründen beenden werden, sind die beruflichen Aussichten für in diesem Bereich ausgebildete Fachkräfte sehr gut. KB

 

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