• 2013
  • 01.08.
  • 2013.01.08.

Mähdrescher im Einsatz bei Hafer, Raps und Roggen

Die Ribbecker haben auf 70 ha Raps gedroschen.

Bildgalerie: Mähdrescher im Einsatz bei Hafer, Raps und Roggen


Gegen Mittag kommt endlich die Sonne heraus. Der Mähdrescher ist startklar, doch wo soll er zuerst zum Einsatz kommen? Auf dem Roggenschlag in Paulinenaue oder auf dem Haferfeld zwischen Ribbeck und Berge? Auf dem Havellandhof entscheidet man sich für Letzteres.


Willkommene Ernteunterbrechung

Die Niederschläge am Wochenende und danach hatten zwar immer wieder für eine Unterbrechung der Ernte gesorgt, waren aber dennoch willkommen. Binnen 24 Stunden fielen 20 Liter pro Quadratmeter. „Unsere Feldkulturen, insbesondere der Mais und das Sudangras, haben förmlich aufgeatmet“, berichtet Peter Kaim. Zumal sich die Himmelsschleusen nicht sintflutartig geöffnet hatten, was sonst für Lagerbildung und geplatzte Rapsschoten gesorgt hätte.


Hohe Qualität beim Hafer

Obwohl der Hafer an diesem Donnerstag noch einen Feuchtegehalt von 19 % aufweist (am Vortage waren es 24 %), steuert Olaf Möhring den Mähdrescher auf die leicht gewellte Fläche an der B5. Das von Jan-Ole Groth abgefahrene Erntegut wird anschließend nachgetrocknet. Mit der Qualität ist Peter Kaim dennoch zufrieden, das Hektolitergewicht beträgt 51. Danach ist der angrenzende Roggenschlag an der Reihe.


Gute Erträge bei Raps und Roggen

Zum aktuellen Zeitpunkt haben die Ribbecker auf 70 ha Raps, auf 40 ha Roggen und auf 6,5 ha Hafer gedroschen, zudem Grassamen auf 26 ha Vermehrungsflächen geerntet. Während die Gerste komplett vom Halm ist (38 ha), sind bei den anderen Getreidearten und der Ölfrucht noch rund 350 ha offen. „Wir werden die Ernte nicht vor dem 20. August abschließen können“, schätzt Peter Kaim. Dem Verzug stehen aber ordentliche Erträge gegenüber. Sie reichen bislang von 40 Doppelzentnern je Hektar beim Raps bis zu 70 Doppelzentnern beim Roggen. Doch die Ergebnisse dürften sich noch verbessern, da der Drusch zunächst auf den leichten Böden erfolgt war.


Hoffnung bei Mais

Große Erwartungen wecken auch der als Zweitfrucht gelegte Mais auf dem Schlag unweit des Marienhofs und die Fläche gegenüber, auf der erstmals Sojabohnen gedrillt wurden. Die wertvolle Futterpflanze hat sich ordentlich entwickelt, dank einer frühzeitigen Behandlung mit Sencor WG ist die Fläche unkrautfrei. Die Pflanzen weisen bereits ab zehn Zentimetern Höhe die ersten Schoten auf, in denen schon Bohnen erkennbar sind. „Bei dem tiefen Ansatz der Schoten müssen wir dann aber beim Dreschen voraussichtlich Ende September auf ein entsprechend flach eingestelltes Schneidwerk  achten“, betont Kaim.


Neuer Azubi beim Havellandhof

Der Havellandhof hat erneut Zuwachs bekommen. Am 1. August nahm hier Florian Meißner seine Ausbildung als Landwirt auf. Der Abiturient kommt aus dem nur wenige Kilometer entfernten Markee, wo seine Eltern einen Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaften. Viele der Arbeiten auf dem Hof sind Florian bereits vertraut. Vor wenigen Tagen noch hatte er in Markee geholfen, die Gerste und den Raps zu ernten. „Ich bin froh, dass es mit der Lehre hier auf dem Havellandhof geklappt hat“,  meint er. Sein Ziel ist es, danach Agrarwissenschaft oder Agrarökonomie zu studieren. „Aber dazu brauche ich das nötige Handwerkszeug.“

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