• 2012
  • 25.05.
  • 2012.25.05.

Geben und nehmen

Ein Feldtermin der besonderen Art für Peter Kaim: Am 25. Mai trifft er sich mit Dr. Andreas Muskolus auf den Flächen der Versuchsstation Berge.

Dort werden Kartoffeln, Raps und Getreide, aber auch solche Kulturen wie Rizinus und Sudangras auf verschiedenen Standorten angebaut. Sie erhalten differenzierte Dünger- und Pflanzenschutzgaben, werden je nach Bedarf gewässert. Es sind namhafte Unternehmen wie das von KWS-Lochow, die hier ihre Sorten testen lassen, erläutert Stationsleiter Muskolus. „Für uns ist aber auch die Rückkopplung aus der Praxis sehr wichtig.“ Der Wissenschaftler und der Praktiker besichtigen die Bestände, die unterschiedliche Entwicklungsstadien und zum Teil auch schon Spuren der Trockenheit aufweisen.  Anschließend fahren sie auf einen Haferschlag bei Ribbeck. Die knapp einen Hektar große Fläche hat Peter Kaim an die Versuchsstation für drei Jahre verpachtet. Dort wird demnächst das Versuchsprojekt Biokohle starten, um Humus künstlich herzustellen. Nach dem Anbau von Weizen, Roggen und Mais soll über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, wie der Boden reagiert. „Da uns nur begrenzt Fläche zur Verfügung steht, sind wir froh, dass wir zupachten konnten“, so Dr. Muskolus. Überdies starten auf einem Ribbecker  Maisschlag auch Versuche zur Unterfußdüngung mit Phosphor. Im Gegenzug testen die Berger Maissorten für den Havellandhof, setzen dafür auch ihre spezielle Technik ein. Ein weiteres gemeinsames Betätigungsfeld ist die Eignung von Gärresten. Die aus der Ribbecker Biogasanlage reichlich anfallenden Substrate werden auf den Versuchsflächen in Berge eingesetzt, um ihre Fähigkeit zur Humusreproduktion zu testen. „Wir sind froh, solche innovationsfreudigen Landwirte wie Peter Kaim als Partner zu haben“, betont Dr. Muskolus.

Die Versuchsstation, viele Jahre von der Berliner Humboldt-Universität betrieben, gehört nun zum Institut für Agrar- und Stadtökologische Projekte (IASP). Die interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung ist zwar weiterhin der Berliner Uni angeschlossen, aber privatwirtschaftlich organisiert. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, anwendungsorientierte Lösungen für neue Produkte und Verfahren zügig in die Praxis zu überführen.

 

 

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