Pflanzenschutz

16.07.2012

© Archiv

Dresden. In Nordwest-Sachsen wurden zuletzt eine starke Zunahme der Flugaktivität des Maiszünslers und erste Eigelege in den Beständen beobachtet. Für Nordsachsen wird die chemische Behandlung ab Ende der 27. Kalenderwoche und für die anderen Gebiete ab Ende der 28. Kalenderwoche empfohlen. Als vorläufiger Bekämpfungsrichtwert in Silo- und Körnermais gelten fünf bis zehn Eigelege bzw. Primärfraßsymptome pro 100 Pflanzen. Die Eier – meist auf der Blattunterseite – sind anfangs weiß, liegen dachziegelartig nebeneinander und verfärben sich mit zunehmender Reife dunkler. Die Eiräupchen schlüpfen nach sieben bis zwölf Tagen und wandern zu den obersten Blättern. Dabei verursachen sie einen feinen Schabe- und Lochfraß. Diese Fraßstellen sind rund bis länglich und 1–3 mm groß. Sie lassen sich gut von den strichartigen Fraßspuren der Getreidehähnchen im Mais unterscheiden (mehr unter www.isip.de).


In Kartoffeln liegt das Infektionsrisiko von Krautfäule nach Prognosemodell SIMPHYT (Stand 4. Juli) in weiten Teilen Sachsens bei hoch bis sehr hoch. Erster Befall in Feldbeständen wurde im Erzgebirgskreis und im Kreis Zwickau festgestellt. In befallenen Beständen wird eine Stoppspritzung empfohlen. Hierbei sind Mischungen der vollen Aufwandmenge eines lokalsystemischen Produktes mit einem sporiziden Kontaktmittel zu wählen (Spritzsabstand möglichst nicht mehr als drei Tage). Beim Fungizideinsatz ist auf einen sinnvollen Wirkstoffwechsel zu achten. Für das Pflanzenschutzmittel Revus wurde die Zulassung bis zum 31. Juli 2013, für Canvas bis 31. Mai 2014 verlängert. Zunehmend treten Alternaria-Symptome in Kartoffelbeständen auf. Für die Befallsbehandlung sollten Mittel mit einer Nebenwirkung gegen diesen Erreger (mancozebhaltige Präparate, z. B. Shaktis, Zetanil M, Orvego Duo) oder abhängig von Befallsausmaß und Sortenanfälligkeit die alternariapotenten Fungizide wie Ortiva oder Signum verwendet werden. Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

 

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