Aberdeen Angus Herde

Im Porträt: Aberdeen Angus

Sie sind klein, reinerbig hornlos und gelten als besonders gutmütig im Umgang. Derzeit entstehen in Deutschland wieder mehrere große Herden der Rasse Aberdeen Angus.

Von Christoph Görner 

Diese Rinderrasse hat ihren Ursprung im Nordosten Schottlands in den Grafschaften Aberdeen und Angus. Dabei handelte es sich um kleinere hornlose  Rinder, die in diesen rauen klimatischen Gebieten möglicherweise durch die Einwanderung der Kelten auf die Insel mitgebracht wurden. 

Erste züchterische Nachweise dieser Rasse fand man an Hand von Ausgrabungen, die an das Ende des 18. Jahrhunderts eingeordnet werden. Heute findet man Aberdeen Angus weltweit verbreitet. So z.B. auch in Kanada, Nord- und Südamerika, Argentinien, Australien, Dänemark und auch in Deutschland. 

Aberdeen Angus Herde

Aberdeen Angus Herde

Aberdeen Angus Jungbulle

Aberdeen Angus Jungbulle

Aberdeen Angus männlich

Aberdeen Angus männlich

Aberdeen Angus weiblich

Aberdeen Angus weiblich

Aberdeen Angus weiblich

Aberdeen Angus weiblich

Durch Einkreuzung auf die heimischen Rassen Schwarzbunte, Fleckvieh und Gelbvieh in Deutschland begann man 1955 mit dem Aufbau der Rasse Deutsch-Angus, die zum jetzigen Zeitpunkt nur noch als Angus bezeichnet und neben reinrassigen Aberdeen Angus gehalten wird. 

Aberdeen Angus in Schwarz und Rot

Aberdeen Angus wird in den Farbschlägen Schwarz und Rot gezüchtet. Die reinerbig hornlosen Tiere sind sehr rumpfig, feingliedrig, wüchsig und frühreif. Beim Rahmen bewegt man sich je nach ökonomischer Ausrichtung des Zuchtbetriebes vom mittleren bis zum großen Rahmen. Der mittlere Rahmen wird dort bevorzugt, wo eine Selbstvermarktung mit  8-10 Monaten das Ziel ist.

Der etwas größere Rahmen gilt der Erhaltungszucht für genügende Ausprägung von Schulter, Rücken und Hinterhand zur Erlangung gut ausgebildeter Fleischpartien. Bemerkenswert ist auch der gutmütige umgängliche Charakter der Rasse, sowie die ausgeprägte Mütterlichkeit der weiblichen Tiere. Letztere verfügen außerdem über eine sehr gute Milchleistung, die einen sichtbaren Aufzuchterfolg bedingt. 

Hervorzuheben ist außerdem die ausgeprägte Leichtkalbigkeit, die in der Regel keinen zu hohen Zeitaufwand während der Abkalbeperiode erfordert und geringere ökonomische Verluste gegenüber anderen Rassen erwarten läßt. 

Hinsichtlich der Maße und Gewichte informiert die folgende Tabelle: 

 
  Bulle Kuh
 Kreuzbeinhöhe in cm 133 131
 Gewicht in kg 850 750
 Geburtsgewicht in kg 38 35
 Erstkalbealter in Monaten   33-36

Aberdeen Angus wird neben den auch in Deutschland verbreiteten Angus in einem eigenen Herdbuch geführt und ist durch internationalen Bullen- und Spermaaustausch gekennzeichnet. Die in Deutschland vorhandene Rasse Angus wurde den entsprechenden Standortbedingungen und Futtervoraussetzungen zielgerecht züchterisch bearbeitet und ist zahlenmäßig zur Zeit noch in größerem Umfang vorhanden. Trotzdem entstehen augenblicklich wieder mehr reine Aberdeen Angus Herden, die durch den internationalen Trend bedingt sind.

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