Fohlenchampionat Nachwuchs erster Klasse

01.08.2014

© Kirsten Weigel

Das Siegerstutfohlen der Deutschen Reitponys stammt von Hesselteichs Grimaldi ab.

Im gleisenden Sonnenlicht erstrahlten am 19. Juli die Thüringer Fohlenchampionate auf der ältesten Pferderennbahn Mitteldeutschlands in Gotha-Boxberg. Rund 220 Fohlen aller Rassen hatten sich für das Championat qualifizieren können, etwa die Hälfte trat auf dem Boxberg den Wettbewerb um die Siegerschärpe an. Temperaturen um die 30 °C machten es dem vierbeinigen Nachwuchs schwer, das bei den Eintragungen gezeigte Bewegungspotenzial abzurufen. Herausragend war in diesem Jahr die Qualität der Shetlandponys, der Reitponys und der Edelbluthaflinger.

Das Siegerstutfohlen der Deutschen Sportpferde kam vom Gestüt Eschenhof in Behrungen: Diese hervorragend modellierte Fürstenstern-Tochter aus einer Ra-Mutter überzeugte vor allem im Typ, punktete gegenüber der Konkurrenz aber auch im Bewegungsablauf.

Bestes springbetont gezogenes Stutfohlen war eine Contenaro-Tochter aus der Zucht von Ellen Endert aus Meimers. Ein Nachkomme aus dem ersten Jahrgang des Oldenburgers San Florestano wusste bei den Hengsten zu überzeugen. Züchter und Aussteller des dunkelbraunen Bewegungstalents ist Hengsthalter Ulrich Nölken aus Warza. Auch der von Harald und Barbara Unger aus Angelhausen gezogene Reservesieger von Franklin-Samba Hit wusste in allen Kriterien zu gefallen. Mit der Schärpe des Springsiegers wurde ein mit guter Galoppade ausgestattetes Palmares-Liberty Son-Fohlen von Gerhard Kielmann aus Pölzig ausgezeichnet. Nachkommen der Hengste Le Sauteur, Paradiesvogel und Starlight Express folgten auf den Plätzen vier bis sechs.

Den kleinen Ring der Kaltblutfohlen führte ein Hengstfohlen von Emir aus der Terrana von Udo-Onix an. Züchter und Besitzer des munteren Dunkelbraunschimmels ist der Pferdehof Gernandt aus Großenlupnitz. Aus demselben Züchterstall stammt das beste Stutfohlen, eine Balduin-Tochter, die mütterlicherseits ebenfalls auf Udo und Onix zurückgeht.

Hervorstechend auf dem Ring der Reitponys waren die Fohlen des Hesselteichs Grimaldi. Der Siegerhengst der westfälischen Ponykörung 2011 konnte mit einem Sieger und zwei Reservesiegern seine Vererberqualitäten eindrucksvoll unter Beweis stellen. Bei den Stutfohlen setzten die Richter ein fuchsfarbenes Fohlen von Rene Spieler aus Oettern auf den ersten Rang. Die Zweitplatzierte kam aus dem Züchterstall von Jaqueline Strümpfel aus Unterwellenborn. Heike Hörnlein aus Ilmenau stellte den Reservesieger der Hengstfohlen. Hier machte ein Nachkomme des AMD Der kleine Lord von der Zuchtgemeinschaft Grund und Schwärmer aus Gebstadt das Rennen.

Das Haflingergestüt Meura gewann mit seinen drei Siegerfohlen von Amant, Sandor und München2010 bei den Haflingern und Edelbluthaflingern.

Stark besetzte Ringe beim Warmblut

Stark besetzt waren die Ringe bei den Schweren Warmblütern. Familie Unger aus Angelhausen stellte den Sieger der Hengstfohlen und den Reservesieger der Stutfohlen: Beide stammen ab von dem im Gestüt Käfernburg stationierten Hengst Empire. Achim Zipfel aus Kleintettau sicherte sich mit seinem Edelstein-Nachkommen den Reservesieg bei den Hengsten. Die bewegungsstarke Championess der Stutfohlen kam aus Nordhausen vom Landwirtschaftsbetrieb König und stammt von Volkmann ab.

Bei den kleinsten, den Shetlandponys, stach das Siegerhengstfohlen von Waulkmill Macrory aus der Zucht von Eckhardt und Matthias Pfeiffer aus Elleben besonders heraus. Arno Löser aus Feldengel holte mit seiner Nelson von Ramsburg- Tochter den Sieg bei den Stutfohlen.

Kirsten Weigel

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