Erntebereisung

11.08.2016

© BV MV, F. Benecke

Auf der Tour mit dem Ministerpräsidenten gab es viel zu bereden. Hier stellen sich Bauernverbandspräsident Detlef Kurreck, Prokurist Wilfried Bahl, LEAG-Mitarbeiterin Katrin Rebert, Erwin Sellering, SPD-Landtagskandidat Werner Schwarz und Vorstandsvorsitzender Holger Rebert (v. l.) den Fotografen.

Auch wenn sich der eine oder andere Landwirt gerade beim Raps ein bisschen mehr erhofft hätte, ist die Ernte im Land auch 2016 wieder ein Pflichttermin für Bauernpräsident Detlef Kurreck und Ministerpräsident Erwin Sellering. Ende Juli brachen sie zu einer umfassenden Erntebereisung auf. Für den Ministerpräsidenten war das sicher einer der angenehmeren Termine im Wahlkampf. Denn obwohl das regnerische Wetter dem Traktoren liebenden Sellering die Spritztour mit dem Mähdrescher verhagelte, gab es für ihn eine aufregende Premiere.


Ziel der Tour durch das Revier des Bauernverbandes Parchim war es, den Ministerpräsidenten für die derzeitige Situation in der Landwirtschaft zu sensibilisieren. Landwirte sollten ihm zeigen, vor welchen Problemen sie täglich stehen. Deshalb wurden vier landwirtschaftliche Betriebe mit unterschiedlichsten Strukturen und Produktionsrichtungen sowie der Verarbeitungsbetrieb Mecklenburger Landpute GmbH besucht. In der Agrar GmbH Diestelow zeigte Geschäftsführer Carsten Timm dem Landesvater die Sauenhaltung. Für Sellering war das ein erstes Mal. Schweine hatte er in seinem Leben sicher schon öfter zu Gesicht bekommen, aber hautnah mit so großen, respekteinflößenden Muttertieren auf Tuchfühlung zu gehen, das gab es für ihn noch nie.


Jürgen Fokuhl aus Stralendorf stellte dem MP seinen Marktfruchtbetrieb vor, auf dem auch Erdbeeren und Himbeeren zur Direktvermarktung angebaut werden. Bei der LEAG Friedrichsruhe eG konnte Erwin Sellering eine Hähnchenmastanlage besichtigen und mit Holger Rebert und seinen Kollegen die schwierige wirtschaftliche Situation in der Milchproduktion diskutieren. Dr. Frank Paaß aus Ziegendorf verschaffte den Besuchern einen Einblick in seinen ökologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieb, in dem auch Zwiebeln versuchsweise angebaut werden.


Doch die Landwirte interessierten sich auch für Sellerings Meinung zur aktuellen Politik. Was bringt die bevorstehende Landtagswahl? Und wie steht er zur Ausrichtung der Bundes-SPD in Sachen Landwirtschaft, die ja offenbar der fachlichen Bewertung eigener Bundesbehörden, wie dem Bundesinstitut für Risikoforschung in Sachen Glyphosat, nicht mehr traut. Zumindest die letzte Frage ließ der Gast ganz diplomatisch offen.

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