Neuer Ausbildungsberuf: Pflanzentechnologe

15.09.2013

Zeiten ändern sich, auch in der Ausbildung. Ab ersten August wird es einen neuen Ausbildungsberuf geben. Der Pflanzentechnologe bzw. die Pflanzentechnologin werden den ähnlichen Ausbildungsberuf der landwirtschaftlich-technischen Laborantin oder des landwirtschaftlich-technischen Laboranten ablösen, der in nur wenigen Bundesländern ausgebildet wurde. Damit gibt es nun eine bundeseinheitliche Regelung.

 

Als künftige Pflanzentechnologen eignen sich junge Leute, die ihr Berufsleben in verschiedenen Bereichen wie im Labor, im Freien oder in einem Gewächshaus verbringen wollen, Interesse an Pflanzen, Naturwissenschaften sowie an Datenverarbeitung haben, aber auch sorgfältig arbeiten und handwerklich geschickt sind.

 

 

Die Ausbildung zum Pflanzentechnologen dauert drei Jahre. Es ist eine klassische Lehre im dualen System. Das bedeutet, es wird ein Ausbildungsvertrag mit dem Lehrbetrieb abgeschlossen. Praxisblöcke wechseln mit dem Lernen an der Berufsschule ab. Dafür gibt es eine Bundesfachklasse in Einbeck. Bevor man mit der Ausbildung starten kann, muss jedoch mindestens ein guter Hauptschulabschluss erreicht worden sein.

 

Während der Ausbildung gibt es ein breites Spektrum an Lehrinhalten, die es sich anzueignen gilt. Man lernt Kulturpflanzen zu Versuchs- und Vermehrungszwecken anzubauen, zu pflegen und zu ernten, Versuche und Untersuchungsreihen zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren, Züchtungs- und Vermehrungsverfahren anzuwenden, Maschinen und Geräte einzusetzen, zu pflegen und zu warten, Arbeitsstoffe einzusetzen sowie die Probenahme und -analyse durchzuführen.

 

 

 

Alle Einzelheiten zur Ausbildung sind in der Verordnung über die Berufsausbildung zum Pflanzentechnologen und zur Pflanzentechnologin (Pflanzentechnologenausbildungsverordnung – PflanzTechnAusbV) vom 12. März 2013 festgehalten. Sie ist im Internet zu finden. Wir haben einige Informationsquellen zum neuen Beruf zusammengestellt (Kasten). Die Ausbildungsvergütung liegt beim Vorgängerberuf, dem landwirtschaftlich-technischen Laboranten zwischen 734 und 835 € vom ersten bis zum dritten Ausbildungsjahr. Für den neuen Beruf geht man von einer ähnlichen Vergütung aus.

 

 

Viele Einsatzgebiete

 

Für die spätere Arbeit als Pflanzentechnologe werden sieben Einsatzgebiete angegeben: das Feldversuchswesen, das Gewächshaus, das Kulturlabor, das Pflanzenschutzversuchswesen, das Saatgutwesen, das Untersuchungslabor und der Zuchtgarten. Mindestens zwei dieser Einsatzgebiete sind während der gesamten Ausbildung Pflicht. Welche man absolviert, ist vom Ausbildungsbetrieb abhängig.

 

 

 

Die Ausbildung zum Pflanzentechnologen bietet über die Berufsausbildung hinaus weitere berufliche Perspektiven – nach dem Berufsabschluss lässt sich der Meister in einem Agrarberuf und/oder ein Hochschulstudium im Bereich Agrar oder Umwelt anschließen.

 

 

Gute Chancen

Pflanzentechnologen sind nach Einschätzung der Branche rar und werden gesucht. Sie arbeiten in öffentlichen Einrichtungen und Firmen der Pflanzenzüchtung, des Versuchswesens und der Pflanzenvermehrung sowie in agrarwirtschaftlichen und gärtnerischen Untersuchungslaboren.

Wie auf der Homepage der KWS Saat AG zu lesen ist, kann man dort den neuen Beruf an verschiedenen Standorten erlernen. Zudem hält der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) Informationen zu diesem Beruf und zu den Ausbildungsmöglichkeiten bereit.

(www.bdp-online.de)

 

Nachschlagen

Auf verschiedenen Internetseiten kann man sich weitere Informationen über den Beruf holen:

Termine

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