Landwirte engagieren sich für Biodiversität

12.11.2018

© Sabine Rübensaat

Die Entwicklung zu mehr Biodiversität in der konventionellen Landwirtschaft steht am 15. November 2018 im Mittelpunkt der Veranstaltung „Kirche und Landwirtschaft“ in Kavelstorf, Landkreis Rostock, zu der die Evangelisch-lutherische Kirche in Norddeutschland sowie der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern bereits zum fünften Mal alle Interessierten einladen.

 

Die Begegnung beginnt um 10 Uhr mit einer Andacht in der Dorfkirche Kavelstorf. Anschließend bitten die Gastgeber Dr. Andreas von Maltzahn, Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, sowie Detlef Kurreck, Präsident des Landesbauernverbandes, die Gäste zu einem Gespräch ins Dorfgemeinschaftshaus. 

 

Doreen Riske aus Groß Kiesow bei Greifswald engagiert sich in der Greifswalder Agarinitiative. Deren Mitglieder setzten sich für eine nachhaltige Landwirtschaft und für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung von Agrar­flächen ein. Was hier bereits gut funktioniert und wo es Probleme gibt, möchte sie den Besuchern der Veranstaltung erzählen.

 

Landwirt Marco Gemballa leitet in Zinzow bei Anklam einen konventionellen 600-ha-Agarbetrieb und beteiligt sich seit knapp zwei ­Jahren am Artenschutzprojekt F.R.A.N.Z. In diesem Gemeinschaftsprojekt der Michael-Otto-Umweltstiftung und des Deutschen Bauernverbandes werden praxis­taugliche und für die Landwirte tragbare Maßnahmen erforscht, um die biologische Diversität zu steigern. Auch die sozioökonomischen Effekte, also was sich für Bauern und Natur lohnt, werden dabei betrachtet. In Kavelstorf berichtet Marco Gemballa, was sich in seinem Betrieb im Rahmen des F.R.A.N.Z.-Projektes verändert hat. 

 

Mit seinem Vortrag möchte Gemballa auch für das F.R.A.N.Z.-Projekt auf Stimmenfang gehen. Denn das Projekt wurde aktuell für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung nominiert. Mit im Rennen befinden sich zwei weitere inno­vative Forschungsvorhaben: die IMPAC-Untersuchungen zur Sortenvielfalt für Mischkulturen von der Uni Göttingen sowie das standardisierte Monitoring von Insekten in Schutzgebieten des Entomologischen Vereins Krefeld e. V. 

 

Wer am Ende den Nachhaltigkeitspreis erhält, entscheidet die Öffentlichkeit. Bis zum 16. November kann im Internet unter https://www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/forschung/ für das F.R.A.N.Z.-Projekt gevotet werden.  

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