Wald und Wild bilden eine Lebensgemeinschaft – erst durch falsches Management kommt es zum Konflikt. (c) Bernhard Henning, forestbook

Wildschaden hängt von der Baumart ab

Für viele Waldbesitzer ist es ein ebenso gewohntes wie tragisches Bild. Beim Kontrollgang der Verjüngung findet man viele junge Bäumchen, deren Haupt- und Leitriebe verbissen sind. Wie man Wildschaden vermeidet.

Von Bernhard Henning, forestbook

Für Befürworter der Naturverjüngung ergibt sich die Situation, dass sich nur Fichte (und in manchen Gebieten die Lärche) problemlos verjüngen lassen. Doch gerade in Zeiten des Klimawandels ist die Begründung von Mischbeständen, die widerstandsfähiger sind als Reinbestände, eine zentrale Aufgabe für die Waldbauern. Das mit der Fichte ausgerechnet die Baumart, deren Anteile man eigentlich verringern sollte, durch den Verbiss gefördert wird, verkompliziert die Situation noch zusätzlich.

Wildschaden: Kahlschlag für Rehwild sehr attraktiv

Gerade die Kahlschlagwirtschaft fördert das Rehwild. Im Gegensatz zum ehemaligen Steppenbewohner Rothirsch, der über lange Distanzen flüchtet, bevorzugt das Rehwild Gebiete mit reichlich Deckung, um sich nach kurzem Fluchtweg vor Bedrohungen verstecken zu können. Sehen und selbst nicht gesehen werden lautet die Devise.

Kahlschläge sind daher für Rehwild sehr attraktive Äsungsflächen, da die nahen Altbestände ein Rückzugsgebiet darstellen (Randlinieneffekt). Die schädliche Auswirkung des Verbisses wird auf einem aufgeforsteten Kahlschlag noch erhöht, da auf kleiner Fläche viel Äsung vorhanden ist. In kürzester Zeit kann ein einzelnes Reh eine komplette Aufforstung gefährden.

Ein weiteres Problem der Altersklassenwälder sind die äsungarmen Bestandesstadien wie Dickungen und Stangenholz, in denen kaum Licht auf den Boden dringt und somit keine Äsung für das Schalenwild vorhanden ist. Die Nahrungssuche konzentriert sich daher auf lichte Altbestände sowie auf Verjüngungsflächen …


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