• 2016
  • 14.10.
  • 2016.14.10.

Spiralkartoffeln waren der Renner

Matthias Pitschke vor der Essensausgabe

Landwirt Matthias Pitschke © Harald Lütkemeier

Landwirt Matthias Pitschke kredenzte seinen Gästen zum Hoffest die mit oder ohne Teig frittierten Spiralkartoffeln.

Gute Stimmung herrschte am ersten Oktobersonnabend auf dem Bauernhof von Matthias Pitschke in Gerbitz. Trotz regnerischen Wetters kamen mehr als 2.000 Gäste zum Hoffest, um (Pell)-Kartoffeln aus betrieblicher Erzeugung zu verkosten und sich an den Bauernmarktständen den Produkten regionaler Händler, Handwerker und Direktvermarkter zu widmen. Großes  Interesse fanden auch die Schautafeln zum 25-jährigen Bestehen des landwirtschaftlichen Betriebes. Im Herbst 1991 hatte der gelernte Agrotechniker/Mechanisator den in Familienbesitz befindlichen Bauernhof samt zugehörigen Eigentumsflächen sowie Pachtland wiedereingerichtet. Heute bewirtschaftet der 48-jährige Diplomlandwirt 290 Hektar Ackerland.

» Bildergalerie: Spiralkartoffeln waren der Renner

Kosten und Kaufen

Ab elf Uhr konnten auf dem Hof oder in der Maschinenhalle neun Kartoffelsorten aus eigener Ernte verkostet werden, darunter mehlig, vorwiegend fest und fest kochende Sorten. Bei der Auswahl zum Probieren mit selbstgemachtem Quark wurden die Kunden an der Theke fachmännisch hinsichtlich Geschmack, Zubereitung und Lagerfähigkeit beraten. Absoluter Renner war in diesem Jahr die Spiralkartoffel – mit oder ohne Teig frittiert. Die ganze Familie hatte am Vortag Kartoffeln geschält und in Spiralen verwandelt. Zum Hoffest wurden dann Kartoffeln im Akkord gebacken, die drei Fritteusen standen nicht still.

Im Hofladen konnten Gebinde mit 2,5, fünf oder 25 Kilo Knollen erworben werden, aber auch Kartoffelschnaps, Käse, Wurst und vieles mehr. Am Kürbisstand wurden die selbst angebauten Früchte in allerlei Formen und Farben präsentiert. Zu den Erzeugnissen anderer regionaler Landwirte oder Kleinerzeuger, die sich am Bauernmarkt beteiligten, gehörten z. B. Milchprodukte aus der Hofmolkerei Pfaffendorf, Schafsmilchkäse vom Betrieb Jaare aus Lindau, Rinderbratwurst vom Hof Sülldorf oder Fassbrause aus Gommern. Für die kleinen Besucher gab es unter anderem eine Strohburg und Traktorfahrten.

 

Für jeden etwas dabei

Die Freude über die liebevolle Gestaltung des Hoftages, die vielfältigen Angebote sowie die vorzügliche Bewirtung war allgegenwärtig. Für Matthias Pitschke und seine fleißigen Mitstreiter war das die beste Anerkennung für ihr Engagement. Eine ganze Woche lang hatten sie das Hoffest mit vielen neuen Ideen vorbereitet. „Unsere Kunden kommen von Wittenberg bis Halberstadt und von Magdeburg bis Merseburg um zu probieren, zu kaufen oder einen schönen Tag mit Bekannten und netten Leuten zu haben“, weiß der Betriebsleiter. Die vielen Besucher bestätigen immer wieder, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Jährlich werden im Betrieb ca. 400 Tonnen Kartoffeln produziert und verkauft. Unter den insgesamt zehn Sorten Speiseknollen sind echte Raritäten, etwa rot-, blau- oder violettfleischige. Neben dem Verkauf im Hofladen sind die gängigen Sorten aus Gerbitz in etwa 40 Edeka- bzw. Rewe-Märkten im mittleren Sachsen-Anhalt zu haben. Die diesjährige Ernte wird aufgrund der langen Trockenheit insgesamt eher mäßig ausfallen. Zwischenzeitlich hatte der ausgedörrte, knochenharte Boden auch die Rodung stark behindert.

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr