Landjugend

18.04.2013

Am vergangenen Wochenende fand die 48-Stunden-Aktion der Berlin-Brandenburgischen Landjugend statt. Dass sie auf das erste Wochenende fallen würde, an dem man im heimischen Garten selber Hand anlegen hätte wollen, war nicht vorhersehbar. Dennoch stieß die Aktion auf eine tolle Resonanz. 58 Jugendclubs und Jugendgruppen mit insgesamt 684 Teilnehmern aus Berlin und Brandenburg fanden sich in ihren Dörfern und Clubs zusammen, um verschiedenste Renovierungsarbeiten, Aktionen zum Frühjahresputz oder Verschönerungen vorzunehmen.


Stiefel des Ehrenamts


Schirmherr Jörg Vogelsänger, Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft,  beobachtet die Aktion schon einige Jahre und ist von der Initiative der Kinder und Jugendlichen begeistert. Aber auch die Clubleiter schätzen die Arbeit, die ihre Schützlinge in diesen zwei Tagen verrichten. Vier Fahrerteams aus den Reihen des BBL e. V. waren ebenfalls an diesem Wochenende unterwegs. Sie verschoben ihre häuslichen und gärtnerischen Pflichten, um in die Stiefel des Ehrenamtes zu steigen. Sie suchten alle Clubs persönlich auf, um mit einer Urkunde und einem Pokal für die Teilnahme und die tatkräftige Unterstützung zu danken. Dabei ist es nicht immer einfach, einige der Teilnehmer in den Ortschaften zu finden. Aber auch Landtagsabgeordnete ließen sich es nicht nehmen, einzelne Clubs zu besuchen und das Engagement der jungen Leute zu würdigen.  So übergaben Thomas Domres und Kirsten Tackman (Die Linke) in Meyenburg Bälle, der  Jugendclub Pirow erhielt eine Musikanlage und die Jugendgruppe Mützdorf einen Gutschein vom Landtagsabgeordneten Ludwig Burkardt (CDU).

Vielfach hörte man auf den „Baustellen“ laute Musik von BB-Radio. Die Teilnehmer freuten sich, wenn der eine oder andere Bericht der 48-Stunden-Aktion im Radio lief. Die Kinder und Jugendlichen aus allen Altersgruppen hatten viel Spaß. Sportlich ging es bei den Jugendlichen in Burg (Spreewald) zu, wo selbst in den Pausen noch Basketball gespielt wurde. Ordentlich angepackt wurde ebenso im Jugendclub Trebendorf. Trotz einer Feier am Vorabend standen die Verantwortlichen gegen 8:30 Uhr auf der Matte, um mit dem Frühjahrsputz zu beginnen.

Auch Marita Herrendörfer und ihre „Kinder“ vom Jugendclub Explosiv aus dem Landkreis Teltow-Fläming nahmen an der Aktion teil. Wurde im letzten Jahr noch der Weg am Mellensee instand gesetzt, entschied man sich dieses Jahr für Arbeiten in den eigenen vier Wänden des Clubs. Dazu  wurden Farben und Möbel gespendet, es gab zudem tatkräftige Unterstützung durch die Eltern.


Kur für Schlosspark


Auf Rat und Tat durch den Fachmann konnte auch im Jugendhaus „Schiffer“ in Teltow zurückgegriffen werden, als es um die Gartengestaltung ging. Das Kultur-, Jugend- und Medienzentrum „POGO“ in Bad Belzig bekam Sportgeräte gespendet, alte Bänke des Sportraums wurden neu gepolstert. Im „Blaumann“ angetreten war Brandenburgs Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Günter Baaske (SPD), um selber mit­zuhelfen. Handwerklich sehr begabt, konnte er viele Tipps ­geben. Im Schloss Trebnitz, der Bildungsstätte des BBL e. V., wurde der Schlosspark wiederhergestellt. Hierfür sorgten deutsche und polnische Teilnehmer aus dem grenzüberschreitenden Beteiligungsprojekt (Jugendagora), aber  auch  der Ortsbürgermeister, der Sportverein, die Feuerwehr und Einwohner des Ortes packten kräftig mit zu.

Vielerorts engagierten sich Jugendliche am vergangenen Wochenende, „opferten“  Zeit und Energie, um gemeinsam etwas Großes zu vollbringen. Hoffentlich kann beim nächsten Mal auch über Aktionen im Havelland und Landkreis Oberhavel berichtet werden.

 

Martin Reinhardt, BBL


 

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