Bienen

08.08.2013

© Sabine Rübensaat



In Deutschland gebe es in Sachen Bienenschutz mittlerweile einen breiten Konsens aller gesellschaftlich relevanten Kräfte, betonte Staatssekretär Dr. Robert Kloos am 29. Juli in Berlin auf einer Fachtagung zu Zukunftsperspektiven der Bienenhaltung. Grundlage der Beratungen war die Studie „Bestandsaufnahme und Perspektiven der Bienenhaltung und Imkerei in Deutschland“ des Landwirtschaftsministeriums, in der konkrete Maßnahmen zugunsten dieses Wirtschaftssektors vorgeschlagen werden. Darin eingeflossen sind auch die Erkenntnisse aus dem Deutschen Bienenmonitoring (DeBiMo), das seit 2010 unter finanzieller Beteiligung des Ministeriums durchgeführt wird.

 

Bauern brauchen Bienen

Wie aus der Studie hervorgeht, sind in Deutschland etwa 80 % der 2.000 bis 3.000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen auf Bienen als Bestäuber angewiesen. In den letzten Jahren habe jedoch die Bestandsentwicklung gerade bei Honigbienen Anlass zur Sorge gegeben, da es wiederholt zu größeren Winterverlusten bei Bienenvölkern gekommen sei. Angesichts dieser Entwicklung will das Ministerium nun gegensteuern. Nach Angaben von Kloos wird künftig ein breites Spektrum an Forschungsvorhaben gefördert, um die Ursachen für die Winterverluste zu identifizieren und die Gesundheit der Bienen zu verbessern. Zudem sollten den Landwirten Anreize für die Anpflanzung blütenreicher Ackerrandstreifen oder die Erhaltung von Obstbaumbeständen gegeben werden. Darüber hinaus habe die EU zum Schutz der Bienen die Anwendung von einigen Pflanzenschutzmitteln deutlich eingeschränkt. Dabei sei auch das in Deutschland bereits bestehende hohe Schutzniveau bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln aufrechterhalten worden.


Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium weiter mitteilte, verzehrt jeder Bundesbürger im Schnitt etwa 1 kg Honig pro Jahr. Rund ein Viertel der benötigten Menge werde in Deutschland hergestellt; die Bienenhaltung werde von rund 97.000 Imkern übernommen.

 

Bienen brauchen Bauern

Allerdings hätten viele Imker erhebliche Probleme zu bewältigen. So müssten sie immer wieder mit hohen Bienenverlusten kämpfen, in erster Linie hervorgerufen durch eine Vielzahl von Krankheiten, aber auch durch den Verlust von blütenreichen Flächen, die den Bienen als Nahrungsgrundlage dienten. Auch Auswirkungen durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft würden in diesem Zusammenhang immer wieder diskutiert.


Das Landwirtschaftsministerium hat zur Information von Verbrauchern eine kostenlose Bienen-App bereitgestellt. Private Haushalte erhalten darin praktische Hinweise, wie sie zum Erhalt der Bienenvölker beitragen können, etwa indem sie einen Garten mit besonders bienenfreundlichen Pflanzen gestalten. Informationen zur Bienen-App sind im Internet unter www.bmelv.de/bienen-app verfügbar.

 

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