Jungbulle deckt nun in Niedersachsen

Werner und Michael Arndt sind passionierte Züchter der Fleischrindrasse Fleckvieh-Simmental. Ihr Jungbulle Dieto PP fand auf der Auktion der RinderAllianz in Bismark einen neuen Besitzer in der Region Wolfsburg.

Von Detlef Finger

Die Arndt GbR in Bottmersdorf (Sachsen-Anhalt) ist nicht nur ein respektabler Ackerbaubetrieb, sondern auch eine erfolgreiche Zuchtstätte für Fleckvieh-Simmental. In der aktuellen deutschen Rangliste dieser Fleischrindrasse ist unser Praxispartnerbetrieb unter den Top-50-Bullen mit acht selbstgezogenen Tieren vertreten. Basis der Rangierung ist die Zuchtwertschätzung vom Dezember 2019. Am höchsten eingestuft ist der 2015 geborene Don PP*. Mit seinem Relativzuchtwert Fleisch (RZF) von 131 steht er an zweiter Stelle. Der Bulle (Körnoten 8/9/7) war im Bottmersdorfer Mutterkuhbetrieb vier Jahre im Deckeinsatz und macht nun Platz für den neuen Herdenbullen, Rosenstar Pp*.

Michael Arndt führt den Jungbullen Dieto PP in den Auktionsring in Bismark. (c) Detlef Finger

Interessante Genetik

Einen interessanten Don-Sohn trieben Werner und Michael Arndt Ende Februar in Bismark zur Auktion im Rahmen der FleischrindVision der RinderAllianz auf. Dieto PP (Don x Starbuck) verkörpert nach Angaben der Zuchtorganisation eine deutsch-dänisch-irische Simmentalkombination mit „Ausnahmecharakter“. Mit dieser Verpaarung passe der Outcrossbulle in sehr viele deutsche Zuchtherden. Großvater Deno PP* war Sieger der Landesschau und gehörte mit Noten von 9/8/9 zu den bundesweit am besten gekörten Simmentalbullen. Hinter ihm steht Sneumgard Dalgas (8/8/8). Auf der Mutterseite kombiniert Celtic Starbuck alte österreichische Fleckviehgenetik mit irischer Blutführung.


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Arndt GbR

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Hohe Körnoten

Per Handschlag besiegeln Michael Arndt (r.) und Rudolf Wiegmann den Kauf des Jungbullen. (c) Detlef Finger

Jungbulle Dieto PP kann Tageszunahmen von rund 1.900 g vorweisen und einen RZF von 120. Bei der Körung wurde er von der Kommission mit den Noten 8/9/7 für Typ, Bemuskelung bzw. Skelett eingestuft. Der im Herdbuch A geführte Bulle brachte mit knapp 400 Lebenstagen 776 kg Lebendgewicht auf die Waage. Bei der Rangierung im Ring musste er in seiner Klasse als Ib-Preisträger nur dem späteren Reservesieger aller Bullen der Rasse Fleckvieh-Simmental den Vortritt lassen.

Die Vorzüge des Jungbullen hatte offenbar auch Landwirt Rudolf Wiegmann aus Vorsfelde, einem Ortsteil der Stadt Wolfsburg, erkannt. Der Familienbetrieb ersteigerte den Vererber aus Arndtscher Zucht. In Zukunft wird Dieto PP also im Niedersächsischen für Fleischrindkälber sorgen.


Video (c) Detlef Finger

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