Die Fleckviehkühe der Arndt GbR fühlen sich wohl auf der Freifläche vor dem neuen Stall, der im Winter hergerichtet wurde. (c) Detlef Finger

Arndt GbR: Arbeiten am Stall und in der Werkstatt

Werner und Michael Arndt haben auch über die Winterzeit immer zu tun. Für die Fleckviehkühe wurde auf dem Hof der Arndt GbR in Bottmersdorf ein neues Quartier hergerichtet, die Technik für den Feldbau wird für den Start im Frühjahr vorbereitet.

Von Detlef Finger

Genüsslich wiederkäuend liegen die Fleckviehkühe im Stroh vor dem Stall. Das alte Gebäude befindet sich auf dem Betriebshof der Arndt GbR im Bördeort Bottmersdorf. Werner und Michael Arndt haben es in den zurückliegenden Wochen für die Tiere hergerichtet. Damit haben die Landwirte nun über den Winter mehr Platz für ihre Fleischrinder. Eingezogen sind hier tragende Muttertiere, die im Frühjahr kalben. Derzeit liegen die Außentemperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Trotzdem halten sich die Rinder überwiegend im Freien auf, denn: „Ihre Wohlfühltemperatur liegt zwischen minus fünf bis plus fünfzehn Grad“, weiß Michael Arndt. Der Junglandwirt bewirtschaftet den Betrieb, der Praxispartner der Bauernzeitung ist, zusammen mit seinem Vater Werner in Form einer GbR .


Winterarbeit in der Arndt GbR.
Michael Arndt belädt einen Anhänger mit Maissilage für die Biogasanlage eines Geschäftspartners der Arndt GbR. (c) Detlef Finger

Tierwohl ist den Arndts wichtig

Auch die Liegeflächen im Stall der Arndt GbR sind für die Rinder dick eingestreut. Grassilage gibt es für die Tiere zur freien Aufnahme und die Selbsttränken spenden ihnen frisches Wasser. Seniorbetriebsleiter Werner Arndt hat die Rohre ummantelt. Damit kann bei tieferen Minusgraden nichts einfrieren. Zusätzlich versah er die Leitungen mit einem Frostschutzkabel.

Dieses schaltet sich temperaturabhängig über ein Thermostat ein. Das Tierwohl ist den beiden Bördebauern sehr wichtig. Deshalb schneiden sie den Rindern ab Mitte Februar auch die Klauen, wozu sie einen Fangstand nutzen. Erledigt wird diese Arbeit an „Schlechtwettertagen“, denn dann kann draußen auf den Feldern der GbR nicht gewirtschaftet werden.

Düngebedarf wird vorab ermittelt

Ende Januar hat Michael Arndt auf dem Acker- und Grünland Bodenproben gezogen. Diese dienen der Untersuchung auf den Stickstoffgehalt (Nmin) des Bodens. Die Ergebnisse aus dem privaten Labor in Wolmirstedt lagen noch nicht vor, aber der Junglandwirt steckte dieser Tage schon mitten in der Düngebedarfsermittlung. Diese wird für alle Kulturen und Schläge der Arndt GbR vorgenommen. Sämtliche verfügbaren Werte hat Michael Arndt schon in die Formulare eingetragen. Somit kann er dann zügig die vorgeschriebene Berechnung der Nährstoffgaben vornehmen, bevor es im Frühjahr auf dem Acker mit dem Düngen losgeht.

Wirtschaftsdünger, in diesem Fall flüssigen Gärrest, erhalten der Winterweizen, der Silomais und das Grünland (nach dem ersten Schnitt). Das Ausbringen des organischen Düngers erledigen Arndts selbst. Dazu nutzen sie einen Fasswagen. Der hat ein Volumen von 22 m3 und ein 12 m breites Schleppschlauchgestänge.

Unterstützung in der Familie Arndt

Derzeit haben die beiden Landwirte auch in ihrer Werkstatt zu tun, denn die Maschinen sind zu warten und gegebenenfalls zu reparieren. Unterstützung, vor allem bei den intervallmäßigen Durchsichten, kommt von Werner Arndts ältestem Sohn, Karsten Arndt. Der gelernte Landmaschinenmechaniker mit Meisterabschluss packt nach Feierabend tatkräftig mit an. „Darüber sind wir sehr froh“, zeigt sich Bruder Michael Arndt stolz auf den Zusammenhalt in der Familie.

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