Einer der Gründe für die Demo am 18. November in Potsdam. (c) LBV Brandenburg

Raus aus der Sackgasse, rauf auf die Straße

Der Landesbauernverband Brandenburg ruft in den sozialen Medien dazu auf, morgen (18.11) in Potsdam auf die Straße zu gehen. Durch politische Entscheidungen sei die Landwirtschaft vermehrt in Schieflage geraten.

Der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg sieht die heimische Landwirtschaft wegen einer aus seiner Sicht verfehlten Agrarpolitik in der Sackgasse. Mit einer Kampagne in den sozialen Medien rufen der LBV und Land schafft Verbindung Brandenburg e. V. (LsV BB) alle Vertreter des Berufsstandes zur morgigen Demo (18.11.) in Potsdam auf die Straße zu gehen, um auf die prekäre Lage der Bauern aufmerksam zu machen.

„Betriebe geben auf. Willst du der nächste sein?“

Bauernverbandsvertreter aus den Landkreisen begründen den Aufruf mit persönlichen Videobotschaften im Internet. Auch Thomas Essig von LsV BB ist mit einer Botschaft vertreten: „Betriebe geben auf. Willst du der nächste sein?“, fragt Essig in die Kamera, erklärt den Sinn der Ausgleichszulage, erklärt, warum eine Traktorendemo diesmal nicht geht und fordert die 5.431 Betriebsinhaber in Brandenburg auf, mit Bus und Bahn nach Potsdam zu reisen.

Brandenburgs Freie Bauern halten sich mit einer Aufforderung zur Teilnahme zurück. „Wir werden aber niemanden hindern, dort hinzufahren“, so Marco Hintze, Präsident des Bauernbundes Brandenburg, Landesgruppe der Freien Bauern, am Rande einer Veranstaltung gegenüber der Bauernzeitung.


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In schieflage geraten

„Unsere Landwirtschaft ist in den vergangenen Jahren aufgrund politischer Entscheidungen und negativer äußerer Einflüsse in eine Schieflage geraden. Nun stehen weitreichende Veränderungen beim Kulturlandschaftsprogramm mit hohen Risiken für unsere Betriebe an, und das Brandenburger Agrarministerium trifft keine klare Aussage zum Erhalt der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff die konkreten Beweggründe für den Protest.

Der LBV Brandenburg sehe den Zeitpunkt gekommen, Politik und Gesellschaft aufzurütteln und auf die Gefährdung der Existenz der regionalen Landwirtschaft hinzuweisen. Der Verband fordert insbesondere den Erhalt der Schweine- und Rinderhaltung für eine regionale Versorgung der Region Berlin/Brandenburg, den Erhalt der Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete sowie eine faire Honorierung von Umweltleistungen.

Der LsV beteiligt sich derzeit zudem an der Vorbereitung internationaler Bauernproteste in Brüssel, die für den 13./14. Dezember geplant sind. red


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