Statistisches Jahrbuch 2017 erschienen

27.12.2017

© Detlef Finger

Sie stellten das 2017er Statistische Jahrbuch vor: Innenminister Holger Stahlknecht (l.) und der Präsident des Landesamtes, Michael Reichelt.

Das Statistische Jahrbuch 2017 für Sachsen-Anhalt ist ab sofort erhältlich. Der Präsident des Statistischen Landesamtes, Michael Reichelt, und Innenminister Holger Stahlknecht als oberster Dienstherr der Behörde stellten das 660 Seiten starke Zahlenwerk in Halle gemeinsam vor. Beide unterstrichen die Bedeutung der amtlichen Statistik als „neutrale und objektive Informationsquelle“ für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und die breite Öffentlichkeit in Zeiten von häufig ungesicherten Informationen oder gar von „Fake News“.

 

Eigenes Agrar-Kapitel


Besonders erfreut zeigten sich beide, das Jahrbuch in einer neuen Form präsentieren zu können. Die bislang zwei Bände mit Landes- bzw. Kreisdaten wurden zusammengeführt, um alle Informationen zu den jeweiligen Themen an einer Stelle zu bündeln. Angereichert werden die aktuellen Erhebungen durch „lange Reihen“, deren Daten zum Teil bis Anfang der 1990er-Jahre zurückreichen, sowie durch zahlreiche Grafiken.


Kapitel VIII des Jahrbuches widmet sich den umfangreichen statistischen Erhebungen im Bereich Land- und Forstwirtschaft. Die aktuellen Daten beziehen sich auf das Kalenderjahr 2016, in dem bundesweit eine große Agrarstrukturerhebung durchgeführt wurde. Für das Land Sachsen-Anhalt weist das 1 153 g schwere Zahlenwerk für das Vorjahr eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von 1,1745 Mio. ha aus, darunter 996 100 ha Ackerland, 175 800 ha Dauergrünland und 2 600 ha Dauerkulturen (davon 1 600 ha Obstfläche). Im Vergleich zum Mittel der Jahre 2006 bis 2011 verringerten sich Acker- und Obstfläche um 4 700 ha bzw. 300 ha, die Grünlandfläche wuchs um 7 300 ha an.

 

Auf und Ab beim Vieh


Interessant sind die im Jahrbuch aufgezeigten langfristigen Entwicklungen, etwa der Viehbestände. So ging der Rinderbestand seit 1995 (zum Jahresende) von 452 900 Rindern um 112 000 Tiere oder ein Viertel auf 340 900 Rinder zurück. Der Milchkuhbestand verringerte sich im gleichen Zeitraum von 168 600 auf 119 800 Kühe (– 48 800 Tiere bzw. – 29 %). Die Zahl der Schweine stieg dagegen seit Mitte der 1990er-Jahre von 712 300 auf 1,178 Millionen Tiere an. Das war ein Zuwachs von 465 300 Schweinen oder 65 %. Der Sauenbestand legte von 79 100 auf 142 900 Tiere zu, das sind 63 800 Sauen oder 80 % mehr als 1995. Anders bei den Schafen: die Zahl der kleinen Wiederkäuer hat sich im Land seither von 137 900 auf 74 600 Tiere nahezu halbiert.


Hochburgen der Tierhaltung in unserem insgesamt vieharmen Bundesland waren im Vorjahr bei Rindern und Milchkühen die Landkreise Stendal (66 261 Rinder, darunter 24 343 Kühe), Salzwedel (59 020/22 622), Wittenberg (39 963/14 059), Börde (37 871/15 236) und Jerichower Land (31 267/9 540). Bei den Schweinen sind es Bördekreis (214 079 Tiere) und Jerichower Land (213 577), gefolgt von Salzlandkreis (135 954), Saalekreis (131 446) und Kreis Wittenberg (119 786). Etwas mehr als 10 000 Schafe finden sich nur noch in Mansfeld-Südharz und im Burgenlandkreis. Die Legehennenhaltung dominieren der Saalekreis (655 589 Hennen), Bördekreis (333 702) und Harzkreis (304 784).

 

Mehr Schweinefleisch


Im Vergleich dazu stieg die Zahl der gewerblichen Schlachtungen von Schweinen binnen zweier Jahrzehnte im Land von 1,765 Millionen auf 4,886 Millionen Tiere, die dabei gewonnene Fleischmenge von 158 600 t auf 454 500 t. Die Rinderschlachtungen (ohne Kälber) gingen von 24 200 auf 3 600 Tiere zurück, die Fleischmenge von 7 100 t auf 1 100 t.



Statistisches Jahrbuch 2017 zum Download im Internet unter: www.statistik.sachsen-anhalt.de  oder
Bestellung als gedruckte Ausgabe (30 € zzgl. Versandkosten) unter: shop@remove-this.stala.mi.sachsen-anhalt.de


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