Normalität 2019: Jungzüchter auf der BraLa. (c) Sabine Rübensaat

RZB: Neue Köpfe an der Spitze

Coronagedämpfte Jubiläen, stete Zuchtarbeit und eine Briefwahl: Der Rinderzuchtverband Berlin-Brandenburg zieht Jahresbilanz und blickt nach vorn.

Erstmals auf dem Postweg haben die Mitglieder des Rinderzuchtverbandes Berlin-Brandenburg eG (RZB) ihre neue Spitze gewählt. Anstelle der Generalversammlung stimmten sie zudem erneut schriftlich zu den üblichen Positionen des Prozederes ab. „340 Mitglieder haben ihr Votum abgegeben. Jahresabschluss und Gewinnverwendung sowie Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat konnten über diesen Weg beschlossen werden“, so Cornelia Buchholz, Geschäftsführerin des RZB.

Erstmals sei über eine postalische Stimmabgabe auch die Wahl des Ehrenamtes erfolgt. „Alle Kandidaten für Vorstand und Aufsichtsrat hatten sich in kurzen Videos vorgestellt und ihre Motivation begründet“, so Buchholz. Die Stimmen seien am 10. Mai durch die berufene Wahlkommission unter Leitung von Frank Roffeis ausgezählt worden. 317 von 332 Stimmen stimmten dem Vorstand zu, 318 von 330 dem Aufsichtsrat. „Beide Gremien haben sich am 17. Mai mit jeweils einstimmiger Beschlussfassung konstituiert“, teilt der RZB mit.

Rinderzuchtverband Berlin-Brandenburg: Ergebnisse der Wahl

Frank Groß (Agrargenossenschaft Ranzig eG) übernimmt den Vorsitz des Verbandes. Stellvertretende Vorstandsvorsitzende ist Gundula Frank (Agrargenossenschaft Sonnewalde eG). Neu in den Vorstand wurden Frau Dr. Anja Müller-König, Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Goßmar eG, und Thomas Auert, Geschäftsführer RBB GmbH, gewählt.

Weitere Vorstandsmitglieder sind: Bernd Bodien, Fred Schulze (LKV) und Cornelia Buchholz. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Verbandes wurde André Gräfe (Fläming Farm eG Grubo) ernannt. Sein Stellvertreter ist Dietmar Steglich (Tremmener Agrarprodukte GmbH).

Neu gewählt wurden: Thomas Heidenreich (Hereford Mutterkuh GmbH Münchehofe), Stefan Rothe, Geschäftsführer der Bauerngesellschaft Ziltendorfer Niederung GbR Wiesenau, und Madeleen van Damme (Agrar- und Milchproduktion GbR Platkow).

Weiterhin im Aufsichtsrat ehrenamtlich aktiv sind: Albrecht Beckmann, Mathias Möller und Birgit Wache.
Helmut Baum, Frank Roffeis und Peter Schollbach seien satzungsgemäß aus dem Ehrenamt ausgeschieden. Enrico Krüger habe sich aus betrieblichen Gründen nicht der Wiederwahl stellen können, so Buchholz. „Wir bedanken uns bei diesen Züchtern für die langjährige Unterstützung“, so Buchholz weiter. Den gewählten Vertretern in Vorstand und Aufsichtsrat, „die in einer spannenden, bewegten Zeit Verantwortung übernehmen“, sei Erfolg zu wünschen.

2020 war für den Verband das Jahr der Jubiläen: 30 Jahre Rinderzuchtverband und 25 Jahre Jungzüchterverein. Beide konnten wegen der Pandemie nicht gebührend gefeiert werden. Hinzu kamen abgesagte Tierschauen und Züchtertreffen. Dennoch sei die Zuchtarbeit kontinuierlich und erfolgreich fortgesetzt worden, so Buchholz, zudem habe man die Weichen für die Zuchtkooperation PhönixGroup gestellt.


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Vorbildliche Betriebe

Wie der Verband weiter informiert, hatte er zum Jahresabschluss 700 Mitglieder und fünf Ehrenmitglieder. Per Februar 2021 waren 91.922 Herdbuchkühe von sieben Milch- und Zweinutzungsrassen registriert, davon 88.443 Schwarzbunte Holsteins und 1.256 Deutsche Schwarzbunte Niederungsrinder (DSN).

Die durchschnittliche Lebensleistung der abgegangenen Kühe (zwölf Monate per 02/2021) betrug 28.473 kg Milch und lag 571 kg über dem Vorjahresniveau. Die Nutzungsdauer stieg leicht auf 34,6 Monate, die Lebenstagleistung auf 15,3 kg Milch. „Das neue Benchmarkingprogramm Cowpare wird dazu beitragen, Gesundheit, Leistung und Fruchtbarkeit mit mehr als 200 individuell wählbaren Kennzahlen noch besser im Blick zu behalten und den Erfolg von Optimierungsmaßnahmen im Betrieb zu kontrollieren“, ist Buchholz überzeugt.

Mit einer goldenen Stallplakette ehrt der RZB die zwölf Züchter, die im Jahresabschluss 2020 eine Lebensleistung ihrer Kühe von über 40.000 kg Milch erreichten. Petra Schliebner aus Brottewitz setze mit 54.394 kg Maßstäbe, so Buchholz. 17 Betriebe bekommen in Anerkennung einer Lebensleistung von über 35.000 kg Milch die silberne Stallplakette. In den 19 Zuchtbüchern der Fleischrindrassen werden 6.273 Kühe geführt (Stand 3/2021). red


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