Arndt GbR: Voll im Zeitplan

Winterweizen, Sommergerste, Sommerhafer – alles schon vom Halm. Die Getreideernte 2019 ist bei der Arndt GbR bereits Geschichte. Aufgrund der Trockenheit fielen die Erträge unterdurchschnittlich aus.

Von Detlef Finger

Die Getreideernte 2019 ist in der GbR von Werner und Michael Arndt bereits seit zwei Wochen Geschichte. Der Winterweizen war in Bottmersdorf schon Ende Juli komplett vom Halm, parallel dazu konnte auch die Sommergerste geborgen werden. Als Letztes wurde am 9. August der später abgereifte Sommerhafer gedroschen. Die betrieblichen Erträge sind sowohl bei der Sommergerste als auch beim Winterweizen aufgrund der Trockenheit im Mittel unterdurchschnittlich, konstatierte Juniorchef Michael Arndt.

„Die Kornqualitäten sind gut“

Beim Weizen habe es zudem schlagbezogen eine große Spannbreite bei den Hektarerträgen in Abhängigkeit von der Menge und der Verteilung der Niederschläge gegeben. „Die Kornqualitäten sind hingegen gut“, freute sich der Junglandwirt. Die ins Feld gestellten E- und A-Weizensorten würden allesamt die geforderten Parameter, etwa hinsichtlich Hektolitergewicht, Rohproteingehalt und Fallzahl, erfüllen.

Bei der Feldprüfung nutzte Friederike Nagel die Gelegenheit, um für ihre Masterarbeit die Fleischrinder zu vermessen. (c) Michael Arndt

Das Stroh wurde zum Teil für den Eigenbedarf für den Rinderbestand des Betriebes gepresst bzw. ab Feld verkauft. Auf den bereits geräumten Flächen erfolgte unmittelbar der Stoppelsturz. Nachdem Ausfallgetreide und Unkräuter aufgelaufen waren, brachten die Bottmersdorfer Bauern auf den für den Zwischenfruchtanbau vorgesehenen Schlägen Gärrest aus. In einem Arbeitsgang mit der Einarbeitung des Wirtschaftsdüngers in den Boden wurde das Zwischenfruchtsaatgut ausgedrillt.

Der Acker für die Aussaat der Wintergerste wird derzeit ebenfalls zurechtgemacht. Prämisse dabei sei, Wasser zu sparen, sagte Michael Arndt. Den Raps hatten er und sein Vater nach reiflicher Überlegung bereits im Vorjahr wegen der schwierigen Bedingungen aus dem Anbau gestrichen. „Ackerbaulich liegen wir derzeit voll im Plan“, erklärte Arndt junior am Montagnachmittag.

Wintervorräte weiter aufstocken

Auf einem Teil des Grünlandes hatten die beiden Bördebauern noch einmal Heu und Silage gewonnen, um Futterverluste durch den Tritt der Fleckviehrinder zu vermeiden und die erforderlichen Wintervorräte weiter aufzustocken. Auf Splitterflächen haben sie zudem Ackerfutter angesät, um zusätzliche Reserven anlegen zu können.

Für die Fleischrinder stand Mitte Juli die 200-Tage-Wägung an. Diese Feldprüfung führten Mitarbeiter der Hallenser Abteilung der RinderAllianz GmbH mit Unterstützung der beiden Tierhalter auf dem Betrieb durch. Zusätzlich nahm der Hoftierarzt Trächtigkeitsuntersuchungen bei den weiblichen Tieren vor. Anhand seiner Einschätzungen zum aktuellen Trächtigkeitsmonat wurden die Kühe und Färsen in Gruppen zusammengestellt.

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