Ideale Bedingungen: Bei Tempera- turen um 30 °C begann in der Agrofarm eG Lüssow in der vorigen Woche der dritte Schnitt auf dem Grünland. (c) Gerd Rinas

Agrofarm Lüssow: Die Häckselkette steht

Vor dem Wechsel aufs Grünland haben die Landwirte der Agrofarm Lüssow im Landkreis Rostock eine gute Getreideernte eingebracht. Bei unserem Praxispartner in MV gibt man sich zufrieden.

Der Start im Juli war etwas schleppend. Danach hätte es nicht besser laufen können: Blauer Himmel, Sonnenschein. Kein Regen zur falschen Zeit, keine Havarie und kein Mähdrescherbrand. „So macht Ernten Spaß“, sagt Tom Harnack. Der Abteilungsleiter Pflanzenproduktion in der Agrofarm eG Lüssow im Landkreis Rostock und seine Kollegen haben Mitte August den letzten Winterweizen gedroschen. „Wir brauchten dieses Mal nur zum Anfang den Trockner“, so Harnack.

Zwei Mitarbeiter der Agrofarm Lüssow im Gespräch.
In ständigem Kontakt: Abteilungsleiter Tom Harnack und Fahrer Volkhard Vossler. (c) Gerd Rinas

Agrofarm Lüssow: Mehr Ertrag bei der Getreideernte

Der Vermehrungsweizen von 200 ha ging vom Feld direkt zum Saatgutaufbereiter nach Güstrow, der Raps mit sieben bis neun Prozent Feuchte an den Vermarkter im Rostocker Überseehafen. Der restliche Weizen, Gerste, Triticale und Hafer wurden eingelagert.

Mit den Erträgen ist der Abteilungsleiter nicht unzufrieden. Der Winterweizen brachte 93 dt/ha, -gerste 88, Triticale 73 und Winterraps gute 40. Damit ernteten die Lüssower etwa 5 bis 10 dt/ha mehr als in den vergangenen drei Jahren. Nur mit den Proteingehalten beim Winterweizen ist Harnack nicht ganz zufrieden. Gelohnt hat sich die Erbsenaussaat: „5,4 Tonnen pro Hektar sind ein hervorragendes Ergebnis“, freut sich der Landwirt. Mittlerweile sind auch rund 10.500 Quaderballen Stroh unter Dach und Fach. 



Ein Schwader auf Grünland bei der Futterernte für die Agrofarm Lüssow.
In der Erntekette sind alle Maschinen aufeinander abgestimmt, um eine hohe Schlagkraft zu sichern. Der eingesetzte Schwader verfügt über eine Arbeitsbreite von 14 m. (c) Gerd Rinas

Hitze hat nicht geschadet

Am Dienstag voriger Woche der Wechsel vom Feld aufs Grünland zum dritten Schnitt. Dem Aufwuchs auf den Wiesen bei Klein Schwiesow hat die Hitze nicht geschadet. Die Niedermoorböden bieten Feuchtigkeit. Außerdem: Die Flächen der Agrofarm Lüssow wurden nach dem zweiten Schnitt gedüngt. In der Woche darauf fiel Regen. „Wie auf Bestellung. Wenn’s läuft, dann läuft’s“ sagt Tom Harnack. Für die Ernte auf 400 ha Grünland hat er gut eine Woche eingeplant. „Die Häckselkette steht“, versichert der Abteilungsleiter. Einen Tag nach dem Beginn der Mahd kommt das erste Erntegut ins Silo. ri

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