Im November vorigen Jahres wurde mit dem Bau von Wildabwehrzäunen im ostsächsischen ASP-Gebiet begonnen. (c) Karsten Bär

Wildabwehrzaun im ASP-Gebiet zerstört

Vandalismus und Diebstahl erschweren den Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Ostsachsen. Erneut meldet das Sozialministerium mutwillige Zerstörungen am Wildabwehrzaun, der das gefährdete Gebiet komplett umschließt.

Das für die Tierseuchenbekämpfung zuständige Sozialministerium gab Ende voriger Woche bekannt, dass Unbekannte den Wildabwehrzaun beschädigt haben. An westlichen Verlauf des Zaunes hätten sie mehrere Abschnitte komplett zerschnitten und Spannschlösser gestohlen. Darüber hinaus wurden an dem Elektrozaun, der entlang der Neiße einen zusätzlichen Schutz bietet, mehrfach die Stromversorgung samt Batterien gestohlen. Jäger berichten zudem, dass Tore, die an Wegen und unter Brücken die Durchlässigkeit des Wildabwehrzauns für Anlieger und Landwirtschaft gewährleisten, oftmals geöffnet bleiben.

Behörden Wollen jede Beschädigung Zur ANzeige bringen

Sozialministerin Petra Köpping (SPD) appellierte, den Zaun zu respektieren, um die Landwirtschaft vor noch größeren Schäden zu bewahren. „Wir werden die Fälle von Zerstörung und Diebstahl zur Anzeige bringen“, so die Ministerin. Sie dankte in diesem Zusammenhang allen Beteiligten aus Behörden und beauftragten Firmen für die schnelle Reparatur der zerstörten Abschnitte.

Bereits zum Jahresbeginn gab es neben kleineren Schäden, die schnell behoben werden konnten, in der Nähe der Gemeinde Krauschwitz wiederholt die Zerstörung mehrerer hundert Meter langer Zaunabschnitte. In Bad Muskau gab es ebenfalls mehrfach gezielte Zerstörungen. Auch Stromversorgung und Batterien des Elektrozauns wurden entwendet. Die Landestalsperrenverwaltung hat deshalb jetzt 15 Weidezaun-Komplett-Geräte und 20 Batterien nachbestellt, um die entwendete Technik zu ersetzen.


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Rund 160 km Wildabwehrzaun errichtet

Insgesamt haben die Behörden bisher rund 160 km Metallzaun im gefährdeten Gebiet mit einer Gesamtfläche von 989 km² errichtet. Davon befinden sich 60 km an der deutsch-polnischen Grenze zwischen dem Anschluss an Brandenburg im Norden und Görlitz im Süden. Weitere 95 Kilometer Festzaun entstehen gerade. Der Zaun ist etwa einen Meter hoch. Dadurch bleibt er für andere Tiere, wie Rehe und Hirsche, passierbar. In Hotspots ergänzen Elektrozäune die Sicherung. red


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