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Fahrplan für den Insektenschutz

Das Land Brandenburg will ein Maßnahmenprogramm für den Insektenschutz etablieren. Ein Katalog mit 52 Maßnahmen wurde vor Kurzem im Agrarministerium übergeben.

Von Wolfgang Herklotz

Das Land Brandenburg will ein Maßnahmenprogramm für den Insektenschutz etablieren. Ein Katalog mit 52 Einzelmaßnahmen wurde Ende September dem Potsdamer Agrarministerium übergeben. Erarbeitet wurde es vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut (SDEI), der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und weiteren Akteuren, etwa aus dem Naturschutz und der Landwirtschaft. Die Federführung lag beim Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (Zalf).

Als Forscher konzipieren und begleiten sie das Maßnahmenprogramm Insektenschutz: Dr. Peter Weißhuhn (l.) und Prof. Dr. Thomas Schmitt.
Als Forscher konzipieren und begleiten sie das Maßnahmenprogramm Insektenschutz: Dr. Peter Weißhuhn (l.) und Prof. Dr. Thomas Schmitt. (c) Thom Baumeister, ZALF

Das Ministerium hatte im März 2019 zum „Insektengipfel“ aufgerufen, um einen breiten Beteiligungsprozess zu starten. „Wir haben gemeinsam mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen und damit aus ganz unterschiedlichen Perspektiven vorhandenes Praxis- und Erfahrungswissen gesammelt, mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verbunden und können jetzt eine umfassende Fachgrundlage für den Insektenschutz vorlegen“, so ZALF-Forscher Dr. Peter Weißhuhn, der das Projekt koordinierte. Ein Grund für den „Insektenschwund“ sei laut SDEI-Direktor Prof. Dr. Thomas Schmitt, dass Insekten immer weniger geeignete Lebensräume fänden. Der Landwirtschaft falle dabei eine besondere Rolle zu.

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