(c) Mike Krause / Land schafft Verbindung Sachsen

Demo in Koblenz: Landwirte protestieren Seite an Seite

In Koblenz fand vom 30.8. bis 1.9. eine EU-Agrarministerkonferenz statt. Dafür hat Landwirtschaftministerin Julia Klöckner für ein informelles Treffen ins Rheinland geladen. Auch viele Landwirte sind zu verschiedenen Demos in Koblenz angereist.

„Am Ende geht s immer darum, dass wir gemeinsam Kompromisse finden.“ So schließt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ihr Videostatement zum informellen Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister vom 30. August bis zum 1. September 2020. Die aktuelle Deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die für ein halbes Jahr und noch bis zum 31. Dezember 2020 läuft, bildet den Rahmen des informellen Treffens der europäischen Agrarpolitiker.

Die Kernthemen sind unter Anderem die Lehren aus der Corona-Pandemie für die Landwirtschaft, die Sicherung einer zukunftsfähigen Land- und Ernährungswirtschaft sowie die Themen Regionalität, Tierwohl bzw. Tierschutz und Umweltschutz.

Das informelle treffen der EU-Agrarminister

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Video (c) BMEL

Damit die von Julia Klöckner angekündigte Kompromissfindung bei diesen Themen nicht zu kurz kommt, sind Landwirte verschiedenster Interessenvertretungen, wie Land schafft Verbindung (LsV), Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) oder des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) ebenfalls nach Koblenz gefahren. Mit verschiedenen Veranstaltungen haben Sie zum friedlichen Protest für eine zukunftsfähige, regionale Landwirtschaft aufgerufen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner spricht am 30. August 2020 in Koblenz vor Mitgliedern der EU-Agrarministerien. (c) imago images / Sascha Ditscher
Bundesagrarministerin Julia Klöckner und ihre AmtskollegInnen treffen sich in Koblenz zu einem informellen Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister. (c) imago images / phototek
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beim Informellen Rat der EU-Agrarminister in Koblenz. (c) imago images / photothek
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beim Informellen Rat der EU-Agrarminister in Koblenz. (c) imago images / photothek

Landwirte auf der Demo in Koblenz

Aktuell (Stand 1. September, 11 Uhr) findet eine Kundgebung von Land schafft Verbindung (LsV) in Koblenz statt. Im Rahmen der Demonstration gegen eine auf den Weltmarkt ausgerichtete EU-Agrarpolitik sind zahlreiche LandwirtInnen mit ihren Traktoren nach Koblenz gereist. Wie der regionale Fernsehsender TV Mittelrhein berichtet, werden nur wenige Demonstrierende bis zum Tagungsort an der Rhein-Mosel-Halle durchgelassen. Das Gros der Bäuerinnen und Bauern versammelt sich an umliegenden Orten und an den Ufern von Rhein und Mosel, um ihren Protest kundzutun.

Landwirte-von-Land-schafft-verbindung-demonstrieren-während-der-EU-Agrarministerkonferenz-in-Koblenz

(c) Jürgen Beselbecke/LsV-Deutschland

Landwirte-von-Land-schafft-verbindung-demonstrieren-während-der-EU-Agrarministerkonferenz-in-Koblenz

(c) Jürgen Beselbecke/LsV-Deutschland

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Land schafft Verbindung auf der Demo in Koblenz

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Video (c) YouTube-Kanal „Land und Technik TV“

So hat die Land schafft Verbindung iG e. V. (LSV) unter dem Motto „Regionale Landwirtschaft stärkt Europa. Regional farming makes Europe stronger. L’agriculture régionale renforce l‘Europe.“ Landwirte dazu aufgerufen, gemeinsam für einen fairen Wettbewerb und für eine nachhaltige europäische Landwirtschaft zu demonstrieren. Dazu finden während der AMK mehrere Protestveranstaltungen statt. Wir geben einen Überblick, was in Koblenz passiert. Am 01.09.2020 ist eine Sternfahrt durch Koblenz mit dem Ziel Rhein-Mosel-Halle geplant, wo die AgrarministerInnen am Dienstag tagen. Anschließend an die Sternfahrt ist eine Kundgebung auf dem Programm von LsV.

Zur Stunde wird Christoph Plass (Land schafft Verbindung Brandenburg) während der heutigen Kundgebung an der Rhein Mosel Halle in Koblenz interview (bitte Bildschirm drehen).

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Video (c) Land schafft Verbindung Brandenburg

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Video (c) Land schafft Verbindung „Orga Team Koblenz“

Die Forderungen von Land schafft Verbindung Deutschland

  1. Reform der GAP zeitlich parallel zur Farm-to-Fork-Strategie;
  2. Faire Entlohnung bei gleichzeitiger Sicherstellung der dezentralen bzw. regionalen landwirtschaftlichen Produktion und Weiterverarbeitung;
  3. Berücksichtigung des Faktors „Arbeit“ bei der Verteilung der Direktzahlungen;
  4. Ausgestaltung der Handelsabkommen (MERCOSUR) nach hiesigen Standards und angemessenen Erzeugerpreisen;
  5. Eine klare agrarpolitische Richtungsentscheidung, um die negativen Folgen der Globalisierung im Bereich Tier-, Umwelt- und Klimaschutz anzupacken.

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Video (c) Lohnunternehmen Markus Wipperfürth

Land schafft Verbindung – Das Original ist zu Wasser unterwegs

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Video (c) Land schafft Verbindung – Das Original

Demo in Koblenz: Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM)

Auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat zusammen mit dem European Milk Board (EMB) in Koblenz verschiedene Veranstaltungen geplant, um auf die Lage der Milchviehhalter aufmerksam zu machen. Am sogenannten Deutsche Eck in Koblenz – der Mündung von Rhein und Mosel – schlägt der BDM ein Basislager auf.

Die Aktionen des BDM im Überblick

Montag, 31. August 2020:

  • 10:30 Uhr – 11:00 Uhr Demozug vom Deutschen Eck entlang des Rheinufers zum Kundgebungsort bei der Rhein-Mosel-Halle
  • 11:00 Uhr – 12:30 Uhr Kundgebung – plus symbolische Aktion unter dem Slogan „Wir Bauern löffeln die Suppe aus“ gegen 12.30 Uhr
  • 14:00 Uhr Einlass der für die Schifffahrt angemeldeten BDM-/EMB-Milchviehhalter 
  • 14:30 – 16: 30 Uhr BDM- & EMB-Milchviehhalter fahren EU-Agrarministern mit dem Schiff entgegen

Dienstag, 01. September 2020:

  • bis etwa 13 Uhr: Friedlicher Protest der Landwirtinnen und Landwirte Deutschen Eck (Gäste und Besucher sind herzlich willkommen)
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Auch Deutscher Bauernverband positioniert sich

Der Deutsche Bauernverband (DBV) appelliert EU-Agrarpolitiker in Koblenz, bei den anstehenden Entscheidungen zur anstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die wirtschaftlichen Notwendigkeiten derLandwirte in Europa stärker zu berücksichtigen: „Die Erfahrungen mit der Corona-Krise zeigen, wie wichtig eine eigenständige, wettbewerbsfähige und qualitativ hochwertige Erzeugung von Lebensmitteln aus den Händen europäischer Bauern ist. Dies wird bisher im Green Deal und in der Farm-to-Fork- Strategie völlig vernachlässigt. Daher muss im Green Deal die Ernährungssicherung vorangestellt werden“, fordert Rukwied.

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(c) Deutscher Bauernverband

Wenn die EU mehr Nachhaltigkeit und Klimaneutralität bis 2050 erreichen wolle, müsse sie vorrangig die heimische Erzeugung stützen und eine Abwanderung auf andere Kontinente vermeiden, teilt der DBV mit. red


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