Symbolbild © IMAGO / Karina Hessland

Geflügelausstellung entpuppt sich als möglicher Seuchenherd

Nach einer Rassegeflügelausstellung in Demmin (MV) kam es zu mehreren Ausbrüchen der Geflügelpest in Kleinhaltungen.

Betroffen hat Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus auf mehrere Ausbrüche der Geflügelpest in Kleinhaltungen nach einer Rassegeflügelausstellung in Demmin reagiert. „Ich bin in großer Sorge um die Tierhaltung im Land und die Rassenvielfalt“, erklärte der Minister nach dem Bekanntwerden der Infektionen.

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Gefahr, dass Virus in Nutztierbestände gelange

Bis zum vergangenen Freitag (25.11.) waren sechs Landkreise und die Stadt Rostock direkt oder indirekt von der Infektionslage der Geflügelpest betroffen, da bei der Geflügelausstellung in Demmin 241 Aussteller aus ganz Mecklenburg-Vorpommern vertreten waren. Stand gestern Mittag, 28. November, lagen 26 bestätigte Fälle vor. Zudem gibt es noch 12 Verdachtsfälle.

Backhaus appellierte an die Teilnehmer der Ausstellung, unbedingt alle notwendigen Hygienemaßnahmen zu ergreifen. Es bestehe die Gefahr, dass das hochpathogene Virus in Nutztierbestände gelange. „Das muss unbedingt vermieden werden“, so der Ressortchef. Deshalb sei es notwendig, Auffälligkeiten umgehend den Veterinärämtern zu melden. „Eine derartige Situation hat es in unserem Land bisher noch nicht gegeben“, erklärte der Minister.

Alle Aussteller und Verkäufer, die an der Geflügelausstellung in Demmin teilgenommen hätten, würden kontaktiert und über das Geschehen zur Geflügelpest informiert. „Die Alarmkette steht. Alle Drähte laufen bei uns zusammen“, hob Backhaus hervor. Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock (LALLF) und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stünden bereit, um eingehende Proben von Verdachtsfällen zu untersuchen. Da auch in den Nachbarländern derzeit Geflügelausstellungen stattfänden, zu denen Teilnehmer aus Demmin angereist sein könnten, seien die dortigen Behörden umgehend informiert worden. AgE

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