(c) Sabine Rübensaat

Gurken: Die grüne Erfrischung

Die „süße“ Gurkenzeit hat begonnen, denn das knackig-frische Gemüse aus heimischem Anbau füllt jetzt wieder die Supermarktregale – zumindest schon mal das aus dem Gewächshaus.

Gurke klingt vielleicht nicht gerade sexy. Doch das kann der Leidenschaft der Deutschen für das knackig-frische Gemüse nicht das Geringste anhaben. Denn Gurken sind hipp und vielseitig einsetzbar.

Geerntet wird das grüne Gemüse hierzulande von März in Folientunneln oder Gewächshäusern (Freilandanbau ab Mai/Juni) bis in den Oktober hinein. Und wie sehr es im Trend ist, zeigen diese Zahlen: Allein 2020 wurden hierzulande rund 530.000 t Salatgurken gekauft. Im Jahr 2019 waren es 470.000 und 2018: 440.000 t. Pro Kopf wurden damit laut AMI 6,4 kg frische Gurken pro Kopf verbraucht.

Viel Wasser und kaum Kalorien

Ob im Salat, im Tzatziki, als Snack oder im Smoothie – Gurken peppen viele Gerichte auf, bringen Farbe auf den Teller und sind äußerst erfrischend, so die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO). Auch Kalorienbewusste wissen die Gurke zu schätzen, denn sie besteht zu 97 % aus Wasser und hat somit kaum Kalorien. Pro 100 g sind es gerade einmal 12 kcal. Genaugenommen gehört die Gurke zu den wasserreichsten und energieärmsten Gemüsekulturen überhaupt. Trotzdem enthält sie viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin C und K, sowie wichtige B-Vitamine, Ballaststoffe und diverse Nährstoffe, die überwiegend in der Schale sitzen, so die BVEO.

Schon deshalb empfiehlt es sich, Gurken ungeschält und gründlich gewaschen zu essen. Sie sind aber nicht nur ein gesundes Nahrungsmittel. Auch äußerlich lassen sich Gurken nutzen: Denn durch ihren hohen Wasseranteil sind sie hervorragend als erfrischende und feuchtigkeitsspendende Gesichtsmaske geeignet.

Auf Frische achten und nicht zu kalt lagern

Beim Einkauf gilt: Je fester die Gurke und glatter die Schale, umso frischer ist das Gemüse. Ein weiteres Merkmal ist die kräftig grüne Farbe. Gelbliche Verfärbungen deuten auf ältere Ware hin ebenso wie weiche Enden, Falten oder Druckstellen.

Und so frisch wie sie gekauft, sollten sie auch gegessen werden. Generell bevorzugen sie Temperaturen von 10 bis 13 °C und sollten deshalb auch nicht im Kühlschrank gelagert werden. Wenn, dann nur im Gemüsefach, wo sie sich bis zu vier Tage halten. Denn bei niedrigeren Temperaturen können Gurken fleckig und gelb werden.

Und sie sollten auf keinen Fall neben Melonen, Tomaten, Äpfeln oder Birnen lagern. Diese nachreifenden Obst- und Gemüsesorten bilden das Gas Ethylen, welches die Gurken schnell überreif werden lässt.

Gurkensushi

Gurkensushi
(c) BVEO Ariane Bille

Zutaten für 2 Personen:
125 g Sushireis, 1 Prise Salz, 1 EL Sesamöl, 1 ½ EL Sesam, 2 Salatgurken, ½ rote Paprika, ½ gelbe Paprika, 1 Möhre, 1 Handvoll Sprossen, 1 Chili, 2–3 EL Sojasauce, ½ Limette

Zubereitung:
Reis nach Packungsanleitung mit einer Prise Salz kochen. Anschließend mit Sesamöl und 1 EL Sesam vermengen und auskühlen lassen. Gurken waschen, trocken reiben, in der Mitte durchschneiden und das Kerngehäuse entfernen.
Paprika waschen, trocken tupfen, Strunk und Kerngehäuse entfernen und in dünne Streifen schneiden. Möhre schälen, Strunk entfernen und ebenfalls in dünne Stifte schneiden. Gurken nacheinander mit Reis, Paprika und Möhren füllen. In 1,5 cm breite Scheiben schneiden, auf einen Teller legen und mit Sprossen und Sesam bestreuen.

Chili waschen, Strunk entfernen und fein hacken. Mit Sojasoße und 1 Spritzer Limettensaft mischen. Gurken-Sushi hineintauchen und genießen.
Rezept von: BVEO

Von Salat- bis Minigurke

Salatgurke, Schmorgurke, Einlegegurke – es gibt viele Sorten. Einige sind glatt, andere haben eine etwas stacheligere Schale wie die Einlegegurke. Der Gurkenklassiker für den Salat ist grün, die Schmorgurke dagegen grün-gelb und es gibt sogar komplett weiße Gurken. Und auch in puncto Größe ist das erfrischende Gemüse vielfältig: von der großen Salatgurke, über die mittelgroße Landgurke bis hin zur trendigen Minigurke.

Im Freiland wächst die Gurke meist auf dem Boden kriechend oder an Rankhilfen, während sie im Gewächshaus meist an Schnüren in die Höhe geführt wird.

Wurzeln in nordindien

Die Gurke gehört zur Familie der Kürbisgewächse und ist daher auch mit der Melone verwandt, erklärt die Bundeszentrale für Ernährung. Ursprünglich stammt sie aus Nordindien, wo sie sich vor etwa 3.500 Jahren aus einer extrem bitteren und kleinfrüchtigen Wildform entwickelt hat. Erst im Jahrhundert fand sie den Weg nach Westeuropa. Die modernen Schlangengurken werden erst seit dem späten 19. Jahrhundert gezüchtet.

Die heutigen Gurkensorten sind in der Regel nahezu frei von Bitterstoffen. Bei mangelnder Wasserversorgung kann es aber vorkommen, dass die Gurke Bitterstoffe bildet. Daher macht es Sinn, vor der Zubereitung zu kosten.

Nach einer alten Küchenregel sollte die Gurke von der Blüte zum Stiel hin geschält werden, da sich die Bitterstoffe vom Stielansatz her anreichern. red

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