Ferkelkastration

27.04.2018

© Sabine Rübensaat

München. Ein breites Bündnis aus Vertretern der Wissenschaft, Wirtschaft, berufsständigen Organisationen und Behörden hat sich mit Blick auf die ab Anfang 2019 in Deutschland verbotene betäubungslose Ferkelkastration für eine praxistaugliche Lösung mit örtlicher Betäubung durch den Tierhalter ausgesprochen.

 

Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH mitteilte, wird im gemeinsamen Positionspapier „Lokalanästhesie zur wirksamen lokalen Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration“ unter anderem eine Indikationserweiterung zur Anwendung des Wirkstoffes Procain durch den Landwirt sowie die Zulassung noch besserer Wirkstoffe wie Lidocain oder Mepivacain gefordert. Die Unterzeichner des Papiers, darunter der Deutsche Bauernverband (DBV), die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), die Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, die Fleischverarbeiter Vion und Tönnies sowie die Technische Universität (TU) München, befürchten, dass es ab 2019 zu Strukturbrüchen in der deutschen Schweinehaltung kommt, weil die bisher zugelassenen Alternativen teuer und wenig praxisgerecht sind. Ziel sei es daher, bis Ende 2018 eine umsetzbare Lösung für das Verfahren der Lokalanästhesie zu realisieren. Sollte dies nicht gelingen, müssten Übergangslösungen geschaffen werden.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr