Zuckerrübenanbau

25.01.2016

© Karsten Bär

Ab kommendem Jahr werden Zuckerrüben nicht mehr unter dem Schirm der Europäischen Zuckermarktordnung angebaut.

Bereits in den kommenden Monaten will die Südzucker AG mit den Erzeugern die Rübenmengen für das Anbaujahr 2017 vertraglich fixieren. Darüber informierten auf den Winterversammlungen des Verbandes Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer Vertreter der Verbandsspitzer und aus der Südzucker-Geschäftsführung. Trotz der am 1. Oktober 2017 auslaufenden Zuckermarktordnung sollen auch nach dem damit verbundenen Ende der Quotierung die bestehenden Lieferrechte Grundlage für den Anbau von Zuckerrüben und die Belieferung der Verarbeitungsstandorte des Konzerns sein.

 

Lieferrechte bleiben Basis

 

Rübenanbauer haben in jedem Fall die Möglichkeit, bis zu 140 % ihrer heutigen Vertragsrübenmenge zu liefern. Mindestens 125 % der heutigen Vertragsmenge muss ein Zuckerrübenanbauer erzeugen, um je 1,50 Euro/Tonne Treue- und Vertragserfüllungsbonus zu erhalten. Auch größere Mengen können vertraglich vereinbart werden, sofern seitens Südzucker weiterer Bedarf. Ziel des Konzernes ist es, alle seine Zuckerfabriken, darunter Zeitz und Brottewitz, ab 2017 mit jährlich 120 Verarbeitungstagen auszulasten. Der Rübenpreis wird sich künftig am Marktpreis für Zucker orientieren. Hierfür sind feste Werte festgelegt worden, die den durchschnittlichen Rübenpreis angeben. So rechnet man bei einem mittleren Zuckerpreis von 450 Euro/Tonne mit einem Rübenpreis von durchschnittlich 32 Euro/Tonne. Darin enthalten ist auch eine Vergütung für das Rübenmark, das bisher im Besitz des liefernden Landwirts verblieb.  Je nach Zuckergehalt bzw. Erhalt oder Nichterhalt bestimmter Boni und Zuschläge kann der Preis im konkreten Einzelfall höher oder geringer ausfallen. Abzuziehen vom Preis ist die Frachtbeteiligung des Anbauers, der ein Viertel der Transportkosten selbst zu tragen hat.

 

Rübenpreis als „Anteil am Produkterlös“

 

Wie Rainer Schechter, Leiter des Geschäftsbereichs Zucker/Rüben im Südzucker-Konzern, auf der Winterversammlung in Eilenburg betonte, stelle der Rübenpreis den Anteil der Landwirte an den Produkterlösen Südzuckers dar. Dieser Anteil werde auf die Gesamtsumme gezogen zu 100 % an die Erzeuger ausgeschüttet.

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