Diese Ackergrasfläche bei Cölpin, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, war schon in der vorigen Woche schnittreif. (c) Thomas Blumstengel

Futter: Ertrag hat aufgeholt

Der Regen in den vergangenen Tagen tat den Beständen gut, vergleichsweise kalte Temperaturen bremsten aber den Aufwuchs. Ackergras ist auf einer Reihe von Standorten schnittreif. Der vierte Teil der Serie “Futter aktuell” aus Mecklenburg-Vorpommern.

Von Marion Dunker* und Dr. Heidi Jänicke*

Die Niederschläge in der vorigen Woche waren mit Sicherheit günstig für die Ertragsbildung auf den Futterflächen. Doch für größeren Zuwachs reichten sie nicht aus. Trotz Sonnenschein beeinflussten wahrscheinlich häufig tiefe Temperaturen den Massewuchs stark und begrenzten diesen besonders auf den Niedermoorstandorten. Die normale Rohproteinabnahme lässt nun weitere Bestände im optimalen Gehaltsbereich zwischen 140 und 180 g/kg Trockenmasse (TM) landen. Die Rohfaser- bzw. ADF-Zunahme zwischen 1 und 3 g TM/Tag ist unterdurchschnittlich für den ersten Aufwuchs und eher typisch für den langsameren Faseranstieg bei Folgeaufwüchsen.

Ertrag des Futters lässt hohe Energiedichte erwarten

Unterstellt man eine nur mittlere Zunahme der Faserfraktionen, dürften in den nächsten Tagen weitere Ackergrasbestände schnittreif sein. Auf dem Mineralbodengrünland werden in der nächsten Woche einzelne Flächen zur Ernte anstehen. Die Proben lassen Silagen mit hoher Energiedichte erwarten. Auf den Niedermoorflächen sind weitere Veränderungen zu erwarten, die heute noch nicht eingeschätzt werden können. 



Futter: Silierhilfsmittel empfehlenswert um Gärung von Ernte-Ertrag zu fördern

Mit zunehmender Abreife der Ackergräser sanken erwartungsgemäß die Zuckergehalte. Sie bewegen sich in allen drei Standortgruppen auf recht hohem Niveau. Das verspricht gute Vergäreigenschaften des Erntegutes und ansprechende Silagequalitäten. Vorbeugend zur Qualitätssicherung ist der Einsatz von Silierhilfsmitteln (Michsäurebakterien-Präparate mit DLG-Gütezeichen) empfehlenswert. Eine leichte Zunahme der Rohfettwerte und hohe Verdaulichkeiten (Zielwert der Gasbildung im Hohenheimer Futterwerttest: > 50 ml/200mg TM) bewirken entscheidend günstige Energiegehalte. Gegenüber der Vorwoche nahmen diese im Durchschnitt um 0,1 bis 0,3 MJ NEL/kg TM ab.



*Marion Dunker, LUFA Rostock der LMS Agrarberatung,
*Dr. Heidi Jänicke, Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern


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