(c) Sabine Rübensaat

Kartoffelanbau: Dreschen Sie noch oder roden Sie schon?

Das Stärkewerk der Emsland Group in Hagenow wird im März eine Betriebserweiterung eröffnen. Der Bedarf an Rohware ist groß und Kartoffelanbauer werden noch gesucht.

Die Emsland Group ist für ihr Werk der Tochter Mecklenburger Kartoffelveredlung GmbH in Hagenow auf der Suche nach weiteren Kartoffelanbauern. Derzeit wird im Hagenower Werk eine jährliche Menge von ca. 135.000 t Kartoffeln verarbeitet. Die Produktion läuft von Anfang August bis Ende Juni des Folgejahres.

Jetzt gibt es sieben Kartoffelannahmen in Hagenow. © Gerd Rinas

Die Hälfte des Endproduktes Stärke wird am Standort Hagenow in die sogenannten Kleinabpackungen abgefüllt – das reicht von der 50-g-Tütensuppe bis hin zu 25-kg-Gebinden für Großküchen. Die andere Hälfte der Produktion wird an Industriekunden geliefert. Hier gehen die Gebindegrößen von 25 kg bis zu Silozügen mit 25 t Ladung. Die Kunden aus der (Lebensmittel-) Industrie verarbeiten die Emsland-Produkte weiter zu Kartoffelprodukten wie beispielweise Kroketten, Chips etc.

Künftig doppelte Verarbeitungmenge

Das neue Gebäude im Werk in Hagenow wird gerade fertiggestellt und geht Ende März in Betrieb, wie Sebastian Riekert, Leiter im Rohstoffeinkauf bei der Emsland-Stärke GmbH und der Emsland Food GmbH berichtet. Dort sollen ab März jährlich zusätzlich 140.000 t Kartoffeln verarbeitet werden. Diese Produktion diene laut Riekert zur Produktion von Ware für die weiterverarbeitende Industrie.

Die Kunden von Emsland sind viele Produzenten von Kartoffel­snacks. Sie bedienen die steigende Nachfrage hauptsächlich in Fernost. Denn in Asien werden durch den steigenden Wohlstand immer mehr Konsumgüter dieser Art nachgefragt.

Für die Erweiterung der Produktion von Kartoffelflocken im Werk Hagenow sucht Emsland noch Kartoffelanbauer. Idealerweise kämen diese aus einem Umkreis von 100 km um Hagenow (also in etwa bis in die Regionen Rostock, Waren (Müritz), Neuruppin, Stendal und bis nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein). Doch auch weiter entfernte Lieferbetriebe sind laut Rohstoffeinkäufer Riekert herzlich willkommen.

Die Auszahlungspreise richten sich dabei nach verschiedenen Kriterien wie Entfernung, Liefertermin, Stärkegehalt und Sorte. In der Tabelle sind die Preise nach Transportentfernung und Zeitpunkt der Lieferung übersichtsweise dargestellt.

Die genaue Preisgestaltung würde dann im Einzelfall von Emsland vorgenommen werden. Die Tabelle könne jedoch als Anhaltspunkt für interessierte Landwirte dienen. db


Weitere ­Infor­ma­­tionen gibt Sebastian Riekert (Leiter Rohstoffeinkauf der Emsland Stärke GmbH und Emsland Food GmbH ) per E-Mail: sriekert@emsland-group.de oder Tel. (0) 59 43 81 22 7.


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