Der künftige sächsische Agrarminister, Wolfram Günther. (c) Grünen-Fraktion SN

Auch Sachsen bekommt grünen Agrarminister

Die Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD in Dresden steht. Neuer Minister für Landwirtschaft wird der Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl, Wolfram Günther. In der Verantwortung seines Hauses bleibt der Umweltschutz.

Erfahrungen als Sprecher der Fraktion

Der designierte Agrarminister Günther gehört seit 2014 dem sächsischen Landtag an. Er war bislang Sprecher seiner Fraktion unter anderem für Umwelt, Landwirtschaft und ländliche Räume. Seite Mitte 2018 war der gebürtige Leipziger Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag. Günther hat zunächst Jura und später Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften studiert. Er lebt mit seiner Familie im mittelsächsischen Königsfeld auf einem ehemaligen Bauernhof.

Der 46-Jährige wird mit seinem Ressort für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft zuständig sein. Der bisherige Amtsinhaber, der CDU-Politiker Thomas Schmidt, wird nach das neu zugeschnittene Ministerium für Strukturentwicklung, ländlichen Raum und Bau übernehmen.

Wettbewerbsfähigkeit bleibt Ziel

In ihrem Koalitionsvertrag bekennen sich CDU, Grüne und SPD zu einer leistungs- und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft und betonen, dass konventionelle und ökologische Landwirtschaft gleichberechtigt seien. Gleichzeitig soll der Anteil ökologisch produzierender Betriebe erhöht werden.

Bedarfsgerechte Düngung und Pflanzenschutz seien weiterhin notwendig, heißt es in der Vereinbarung. Allerdings will man den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bis 2030 halbieren. Wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft sei eine flächengebundene und tiergerechte Nutztierhaltung.

Abgelehnt wird eine Umverteilung von EU-Mitteln im Zuge der anstehenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zwischen den Bundesländern. Die Schwerpunkte der GAP-Förderung sollen in den Bereichen Ökologie, Umwelt, Tierschutz, regionale Wertschöpfung und ländliche Entwicklung liegen. AgE/red

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