Bauernverband: Fusion ist vollzogen

Die Mitgliederversammlungen der Bauernverbände Sachsen-Anhalt-Süd und Burgenlandkreis fanden in Hohenmölsen und Naumburg statt. Neben den sonst üblichen Tagesordnungspunkten fand sich in beiden Einladungen ein besonderer Höhepunkt – die Verschmelzung der beiden Verbände im Landkreis zum Bauernverband Burgenland e. V.

Zunächst begrüßte Vorsitzender Dr. Rasmus Reinhardt am Nachmittag in Hohenmölsen die Mitglieder des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt-Süd zum letzten Bauerntag des Verbandes: „Die Umsetzung des Beschlusses, die Fusion voranzutreiben, findet heute ihren Abschluss“. Doch bevor das notariell begleitete Prozedere aufgerufen wurde, berichtete Dr. Reinhardt über das zurückliegende Jahr. Ein Schwerpunkt war unter anderem das Hochwasser, das im Landkreis auf etwa 2 000 ha Fläche sowie an Häusern und Infrastruktur Schäden hinterließ. Dennoch konnte im Durchschnitt des Landkreises besser geerntet werden, als im Schnitt des übrigen Bundeslandes.

Alle Betriebe einbinden

Agrarminister Dr. Hermann Onko Aeikens ging in seinem Grußwort auf aktuelle agrarpolitische Themen ein. Insbesondere zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) merkte er an, dass wichtige Punkte zur Entlastung der Flächenkonkurrenz eingebracht werden können. Will man beispielsweise die Photovoltaik weg vom Acker haben, würde ein Förderbonus für Dachanlagen helfen. Im Bereich Biogas könnte ein Schwerpunkt der Förderung hin zur Tierhaltung und zu Reststoffen ebenso entlastend auf den Bodenmarkt wirken.

Zum Abschluss der Versammlung wurde der Verschmelzungsbeschluss behandelt. Der Versammlungsleiter und stellvertretende Kreisvorsitzende, Arnd Helm, warb um Zustimmung: „Wir wollen jeden mitnehmen, jeder soll sich im neuen Kreisverband aufgehoben fühlen, egal ob Nebenerwerbslandwirt oder Großbetrieb.“ Einstimmig votierten die Mitglieder für den Verschmelzungsvertrag und die neue Satzung. In den Vorstand des neuen Verbandes delegierten die Mitglieder nach einem Wahlakt sechs Vertreter ihres Verbandes.

Rasmus Reinhardt wurde zum Abschluss der Versammlung große Anerkennung für seine zurückliegende Arbeit als langjähriger Kreisvorsitzender ausgesprochen. Den Mitgliedern war anzusehen, dass dieser Dank von Herzen kam.

Am Abend traten die Mitglieder des Bauernverbandes Burgenlandkreis zu ihrem Bauerntag in Naumburg zusammen. In seinem Bericht dankte der Vorsitzende Bodo Zier zunächst Behörden und Landesregierung für die vergleichsweise schnelle und unkomplizierte Hochwasserhilfe. Ein Hauptteil des Berichtes nahm die engagierte Arbeit des Verbandes im Kreis ein. Eins wurde dabei deutlich – der Verband lebt von, aber vor allem für seine Mitglieder. Zier lobte das Engagement des scheidenden Kreisgeschäftsführers Hans Schulze in seiner mehr als 20 Jahre währenden Geschäftsführertätigkeit, in der er vor allem die Integration der vielfältigen Landwirtschaft in die Gesellschaft vorangebracht hat.

Gemeinsame Betreuung

In der Diskussion brachten die Mitglieder ihre Sorge über die zukünftige Qualität der Betreuung vor Ort zum Ausdruck. Uwe Fischer, der neben seiner Geschäftsführertätigkeit für den Bauernverband Saaletal in Zukunft auch die Betreuung im Burgenlandkreis absichern soll, ging darauf ein. Auch von den anwesenden Mitgliedern aus dem Bereich Hohenmölsen/Weißenfels/Zeitz konnte be­stätigt werden, dass die Betreuung von der Geschäftsstelle in Merseburg aus klappt, zumal die bisherige Verbandsmitarbeiterin Birgit Ihle nun in Vollzeit als Ansprechpartnerin in der Naumburger Geschäftsstelle zur Verfügung stehen wird.

Verbandsspitze gewählt

Auch in Naumburg wurde dem Verschmelzungsbeschluss ohne Gegenstimme zugestimmt und wurden sechs Vorstandsmitglieder für den neuen Kreisverband gewählt. Der neu geschaffene Verband trägt den Namen Bauernverband Burgenland e. V.

In der anschließenden ersten Sitzung des neuen Vorstandes wurde Bodo Zier, Agrargesellschaft Prießnitz mbH, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Olaf Heinrich aus der Agrargenossenschaft Gleina.

vom Bauernverband Sachsen-Anhalt

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