(c) Katjes

Keine Rüge für Katjes-Werbespot

Mit gruseligen Bildern von Milchkühen wirbt der Süßwarenhersteller für vegane Schokolade. Zwei Bauernverbände riefen den Werberat an. Der legt jetzt seine Bewertung vor.

Berlin. Kühe, die wie Soldaten im Gleichschritt marschieren, mit riesigen roten Eutern in bedrohlicher Dämmerung. Mit solchen Bildern in einem gezeichneten Werbespot provoziert der Süßwarenhersteller Katjes vor allem die Milchviehhalter. Der Bayerische Bauernverband (BBV) und der Kreisverband Diepholz des Landvolks Niedersachsen reichten deshalb Beschwerde beim Werberat in Berlin ein.

Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schaltete sich in die Debatte ein. Im Kurznachrichtendienst Twitter schrieb sie, Katjes betreibe “Landwirtschaftsbashing” und werte alle Milchbauern ab. “Die hippen Werbefilmer waren sicher schon in aller Welt, aber nicht in einem Kuhstall.”  

Der Werberat kam zu einer anderen Einschätzung. Er beanstandet die Werbekampagne nicht. Nach Ansicht des Werberats ist “die in Deutschland existierende Massentierhaltung Gegenstand gesellschaftlicher Kontroversen, zu denen der Werbespot einen kritischen Meinungsbeitrag liefert. Es handle sich weder um die pauschale Diffamierung des Berufsstands der Milchviehhalter noch der Verbraucher, die Milchschokolade bevorzugen”, zitiert Katjes aus der Mitteilung des Werberates. red

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