Tierschutz

01.06.2012

© Sabine Rübensaat

Berlin. Nach dem federführend vom Agrarressort erarbeiteten Gesetzentwurf soll die betäubungslose Kastration von Ferkeln ab dem 1. Januar 2017 in Deutschland flächendeckend verboten werden. 

 

Entfallen soll im neuen Gesetz die Ausnahmeregelung im Tierschutzgesetz für den Schenkelbrand beim Pferd. Diese Kennzeichnungsmethode per Brandzeichen soll laut Entwurf aus Tierschutzgründen nicht mehr zulässig sein.  Weiterhin wird das bereits bestehende Qualzuchtverbot neu formuliert und ergänzt. Mit der Präzisierung soll die Durchsetzung geltenden Rechts für die zuständigen Überwachungsbehörden erleichtert werden.  Landwirtschaftliche Tierhalter sollen künftig stärker gefordert werden, den Tierschutz durch Eigenkontrollen zu gewährleisten und durch die Haltungsbedingungen das Wohlergehen der Tiere zu sichern. Die Details dazu sollen durch eine Verordnung geregelt werden. 

 

Weitere Regelungen des neuen Gesetzes beziehen sich auf einen verbesserten Schutz von Versuchstieren sowie die Haltung von Zirkustieren. Der Gesetzentwurf enthält eine Ermächtigung, das Zurschaustellen bestimmter Wildtiere in Zirkusbetrieben durch Verordnung zu verbieten.  Begegnet werden soll auch der unkontrollierten Vermehrung von streunenden Katzen in bestimmten Regionen. Die Landesregierungen erhalten die Möglichkeit, Verordnungen zu erlassen, mit denen regional der freie Auslauf unkastrierter Katzen verboten werden kann. AgE

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr