Blauzungenkrankheit

04.12.2015

Fleischrinder © Sabine Rübensaat

Erfurt. Berichte über jüngst aufgetretene Fälle der Blauzungenkrankheit in Slowenien, Österreich und Frankreich machen zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine besonderen Schutzmaßnahmen für Rinderhalter in Thüringen notwendig. Wie das Sozialministerium auf Anfrage mitteilte, scheinen Schutzmaßnahmen in Österreich zu wirken. Mit einer schnellen Weiterverbreitung durch Windverdriftung infizierter Gnitzen, die die Blauzungenkrankheit übertragen, sei vor dem nahenden Winter nicht zu rechnen.


Dennoch könne das  Thema im kommenden Jahr schnell an Bedeutung gewinnen. Nicht zuletzt aus diesem Grund sei das Bundesagrarministerium damit beschäftigt, die rechtliche Grundlage für eine prophylaktische Impfung zu schaffen. Basis einer Impfung sei die Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institutes. Nach derzeitiger Rechtslage dürfe in einem EU-Mitgliedstaat erst geimpft werden, wenn Ausbrüche bis 150 km an die Grenze des noch nicht betroffenen Landes „vorgedrungen“ sind und sich die Gefährdungslage stark erhöht hat. Nach der Rechtsänderung wäre die prophylaktische Impfung möglich. Nach wie vor stünde allerdings das Problem der Impfstoffverfügbarkeit im Raum.


Das Sozialministerium rät jedem Tierhalter zum Schutz des eigenen Tierbestandes, besonders sorgfältig die Herkunft seiner Tiere im Auge zu haben (u. a. kontrollierter Tierzukauf mit Gesundheitsbescheinigung). Von Tierzukäufen aus den genannten Risikoregionen sollte vorsorglich Abstand genommen werden.

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