Afrikanische Schweinepest

18.05.2018

© Sabine Rübensaat

Erfurt/Weimar. Vor den Folgen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) für ökologisch wirtschaftende Schweinehalter warnen die Vertreter der Thüringer Biobranche in einem offenen Brief an die zuständigen Fachministerien und Landtagsausschüsse. Wie bei konventionellen Schweinehaltern sei auch im Ökobereich ein Zusammenbruch bestehender Markt- und Handelsbeziehungen zu befürchten. Ökoschweinehalter wären im Seuchenfall aufgrund der zahlreichen Haltungsbestimmungen der EU-Ökoverordnung in besonderem Maße in ihrer Existenz bedroht. So müssen sie u. a. Weide- oder Freigeländezugang bzw. Auslauf gewährleisten, was im Seuchenfall nicht mehr möglich wäre. Auch die Nutzung von betriebseigenem Grünfutter, Heu und Stroh im gefährdeten Gebiet würde verboten, sodass möglicherweise auf konventionelle Raufutter- und Betriebsmittel zurückgegriffen werden müsste.


Das Ökoherz, der TBV, die AbL-Mitteldeutschland  und die in Thüringen aktiven Anbauverbände Biokreis, Bioland, Demeter, Gäa und Naturland fordern daher, die Besonderheiten der Biobranche im Seuchenfall zu berücksichtigen. Dazu gehörten Lösungen mit Augenmaß, die Erteilung von Ausnahmeregelungen sowie Kostenerstattungen bzw. finanzielle Hilfen.

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