BVVG-Flächen

05.03.2013

 

 

Das Geschäft mit dem ehemals volkseigenen Boden floriert: Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern blätterten im vergangenen Jahr für den Kauf von Acker und Grünland von der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft pro Hektar durchschnittlich 16.116 Euro hin – so viel wie noch nie! Gegenüber 2011 beträgt die Steigerung acht Prozent, sagte Johann Jakob Nagel, Leiter der BVVG-Niederlassung Schwerin, am Donnerstag voriger Woche vor der Presse.

 

Noch stärker gestiegen sind die Pachtpreise: Der durchschnittliche Pachtzins für BVVG-Flächen im Land betrug im vorigen Jahr 286 €/ha – rund 16 % mehr als 2011. Bei Neuverpachtungen stieg der Pachtzins um 15 % auf 336 €/ha. Ende 2012 hatte die BVVG noch rund 86.400 ha LN verpachtet, das entspricht 6,6 % der LN des Landes.  Der Anteil der langfristigen Pachtverträge lag bei rund 48 %.


Nach Angaben von Nagel haben erwerbsberechtigte Pächter wieder sehr stark von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, direkt, ohne Ausschreibung, Acker- und Grünland zum Verkehrswert von der BVVG zu kaufen.


6.800 ha wechselten den Besitzer. 67 % der Fläche erwarben die Pächter sofort, für zehn Prozent der Fläche wurden vierjährige Pachtverträge mit Kaufoption  und für

23% der Fläche neunjährige Pachtverträge ohne Kaufoption abgeschlossen.

Trotz der Preissteigerung iDas Geschäft mit dem ehemals volkseigenen Boden floriert: Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern blätterten im vergangenen Jahr für den Kauf von Acker und Grünland von der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft pro Hektar durchschnittlich 16 116 Euro hin – so viel wie noch nie! Gegenüber 2011 beträgt die Steigerung acht Prozent, sagte Johann Jakob Nagel, Leiter der BVVG-Niederlassung Schwerin, am Donnerstag voriger Woche vor der Presse.


Noch stärker gestiegen sind die Pachtpreise: Der durchschnittliche Pachtzins für BVVG-Flächen im Land betrug im vorigen Jahr 286 s/ha – rund 16 % mehr als 2011. Bei Neuverpachtungen stieg der Pachtzins um 15 % auf 336 s/ha. Ende 2012 hatte die BVVG noch rund 86 400 ha LN verpachtet, das entspricht 6,6 % der LN des Landes.  Der Anteil der langfristigen Pachtverträge lag bei rund 48 %.


Nach Angaben von Nagel haben erwerbsberechtigte Pächter wieder sehr stark von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, direkt, ohne Ausschreibung, Acker- und Grünland zum Verkehrswert von der BVVG zu kaufen.


6.800 ha wechselten den Besitzer. 67 % der Fläche erwarben die Pächter sofort, für zehn Prozent der Fläche wurden vierjährige Pachtverträge mit Kaufoption  und für

23% der Fläche neunjährige Pachtverträge ohne Kaufoption abgeschlossen.

Trotz der Preissteigerung ist die Nachfrage nach landwirtschaftlichen Flächen  zum Verkehrswert ungebrochen. Die Niederlassungen in Schwerin und Neubrandenburg haben 2012 rund 7.200 ha LN ausgeschrieben. Bis zu 20 Gebote pro Ausschreibung gingen von Pächtern und benachbarten Landwirtschaftsbetrieben ein. Die Ausschreibungslose können laut einer Vereinbarung zwischen Bund und Ländern bis zu 50 ha groß sein. Tatsächlich maßen sie im Schnitt zwölf Hektar. „Wir haben viele kleinparzellierte Flächen im Bestand. Sie sind für Investoren nicht interessant“, trat Nagel Spekulationen entgegen, Interessenten außerhalb der Landwirtschaft würden BVVG-Flächen erwerben. „Finanzinvestoren treten an die Agrarbetriebe heran und kaufen sich ein“, so Nagel. Kritik an der Preisfindung für BVVG-Flächen wies der Niederlassungsleiter zurück. Die EU-Kommission hatte das Vergleichspreissystem der BVVG jüngst bestätigt. Die BVVG hat in Mecklenburg-Vorpommern im vorigen Jahr

16.300 ha Acker- und Grünland verkauft, darunter 6.700 ha zu begünstigten Preisen nach dem 2. Flächenerwerbsänderungsgesetz an Alteigentümer. Von den 972 im Januar 2011 vorliegenden Anträgen sind noch 552 zu bearbeiten. Konflikte zwischen Alteigentümern und Pächtern um den Erwerb von BVVG-Flächen habe es bisher „in keinem nennenswertem Umfang“ gegeben und seien auch künftig nicht zu erwarten, so Nagel. Bisher wurden durchschnittlich 26,5 ha pro Antragsteller übertragen. Dieser Wert wird nicht weiter steigen“, so Nagel.

 

Nach Angaben von Bettina Walter, Leiterin der BVVG-Niederlassung Neubrandenburg, will die BVVG in MV in diesem Jahr 12.100 ha LF sowie 3.400 ha Wald verkaufen und 167 Mio. € Erlöse erwirtschaften. Gegenüber 2012 ist das ein Rückgang um 61 Mio. €. Er resultiert maßgeblich aus dem geringeren Verkauf von Agrarflächen, weil in diesem Jahr weniger Pachtverträge auslaufen als 2012. BZ

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr