Kartoffelanbau

03.01.2018

© Wolfgang Herklotz

Einer der traditionellen Anbauer im Land ist die Agrargenossenschaft Wutzetz im Havelland. Sie setzt vor allem auf Stärkekartoffeln, die in der Stärkefabrik Kyritz verarbeitet werden.

Vergangenes Jahr wurden in Brandenburg auf rund 10.000 ha insgesamt 357.500 t Kartoffeln gerodet. Das sind nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg 41.500 t mehr als im Vorjahr und 16.900 t über dem langjährigen Mittel. ­Einen entscheidenden Einfluss auf diese überdurchschnittliche Erntemenge hatte die Ausdehnung der Anbaufläche um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.


Der Kartoffelertrag belief sich 2017 auf 355,8 dt/ha. Damit lag dieser über den Erträgen der vergangenen zwei Jahre, jedoch fast vier Prozent unter dem langjährigen Mittel (2011 bis 2016: 369,3 dt/ha). Die Einzelerträge differierten zwischen den Betrieben erheblich. Aufgrund der ex­tremen Nässe waren Flächen teilweise nicht befahrbar. Vereinzelt kam es zu Totalausfällen.


Auf Anbauflächen mit Beregnung wurden im Durchschnitt Erträge von 368 dt/ha gerodet, während diese auf denen ohne Beregnung mit 346 dt/ha niedriger ausfielen. Aufgrund der vielen Niederschläge fielen die Unterschiede 2017 nicht so groß wie im Jahr 2016 aus. Trotzdem erwies sich diese Maßnahme besonders auf den leichteren Standorten als ertragsfördernd.


Der Ertrag von Industriekartoffeln lag bei 379,9 dt/ha. Bei den Speisekartoffeln wurde ein Ertrag von 301,5 dt/ha erzielt. In Brandenburg betrug der Anteil der Industriekartoffeln fast 70 %. Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) wird nachgesagt, die ursprünglich aus Südamerika stammenden Gewächse in Preußen eingeführt zu haben. Angesichts von Missernten und Hungersnöten bemühte er sich, die Knolle hier heimisch zu machen. Nachdruck verlieh er seinen Wünschen mit fünf sogenannten Kartoffelbefehlen: Den ersten erließ er am 18. Juli 1748. Darin wies er alle preußischen Ämter an, Kartoffeln in die Erde zu bringen.

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