Christoph Möller ist der Jüngste im Bunde der Möller GbR. Er sorgt vor allem für den Futterbau für die Ernährung der Kühe. © Sabine Rübensaat

Gutes Melken und viel Tierwohl

Familie Möller hat in Baarz an der Elbe einen modernen Kuhstall mit vier Melkrobotern der neuesten Generation errichtet. Auch die Liegeflächen und Lüftung der Möller GbR punkten beim Tierwohl.

Von Fritz Fleege

Beim Eintreffen auf dem Hof werden wir zunächst vom jungen Landwirt Christoph Möller empfangen, der zurzeit eine Meisterausbildung absolviert. Er ist erst 23 Jahre alt, steckt voller Tatendrang und ist vor allem für den Futterbau und die Technik zuständig.

Gleich danach kommt sein Onkel Mathias Möller, ein begeisterter Rinderzüchter, zum Stall. Der Dritte im Bunde ist dessen Bruder Bernhard Möller. Alle drei sind Gesellschafter der Möller GbR in Baarz, Gemeinde Lenzerwische (Brandenburg). Und Mathias Möller hofft, dass sein fünfzehnjähriger Sohn auch einmal den Beruf Landwirt lernt und in die Gesellschaft einsteigt.

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Wie alles begann: Ein Blick in die Betriebsgeschichte

In Baarz lebten auch die Vorfahren der Möllers. Die Mutter der beiden Brüder flüchtete zu DDR-Zeiten über die Elbe nach Niedersachsen. Nach der Wiedervereinigung erhielten die Familie bzw. die Großeltern den Besitz zurück und erweiterte bald darauf ihren Landwirtschaftsbetrieb. Zunächst konnten sie wegen der Milchquote nur zweimal 60 Kühe halten, aber nach und nach stieg die Zahl der Kühe. Vorausschauend bauten sie schon 1992 einen Liegeboxenlaufstall mit 160 Tierplätzen. Anfangs wurde ein Autotandem-Melkstand und 2001 im erweiterten Stall ein Melkkarussell mit 24 Plätzen aufgestellt.

Bereits 1998 wurde eine Biogasanlage errichtet, die noch heute betrieben wird. Sie liefert 250 kW elektrische Leistung. Das kleine Dorf Baarz wird komplett mit der Abwärme versorgt: zum Heizen der Wohnungen und für Warmwasser. Die Anlage wird vor allem mit Gülle und Festmist sowie etwas Maissilage und Futterresten betrieben.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche der Möller GbR stieg im Laufe der Jahre auf nahezu 500 ha an, wovon über 50 % Grünland sind. Auf dem Acker werden vor allem Mais, aber auch Weizen, Roggen und Raps angebaut. Die Ackerflächen lassen sich zu 90 % beregnen, was höhere Erträge auf den leichteren Böden sichert. Außer Arbeiten für den eigenen Betrieb erfolgen noch Lohnarbeiten, vor allem Mähdrusch und Maishäckseln. Es sind noch vier weitere Mitarbeiter auf dem Betrieb tätig.

Möller GbR: Stets an die Zukunft gedacht

Möllers verfügten stets über moderne, produktive Technik. Aber auch diese kommt in die Jahre. Und die nächste Hofgeneration denkt da schon an ihre Zukunft. So stand für das Familienunternehmen bald fest: Wir brauchen einen neuen Kuhstall. Zunächst wollte man nur eine Liegehalle bauen und die Kühe weiter im alten Karussell melken. Dann sagte man sich aber, wenn schon neu, dann auch mit modernster Melktechnik. Dieses Ziel wurde trotz mancherlei Probleme beharrlich verfolgt und umgesetzt. Im April 2021 war Baustart, im November Richtfest und im Mai 2022 zogen die ersten Kühe ein …

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