Holzmachen ist zwar Teamarbeit, am Spalter selbst darf jedoch nur einer hantieren. (c) landpixel.de

Holzspalter bedienen: Sicherer Umgang bei Holzarbeiten

Sind die von Schädlingen und Sturm geschädigten Bäume sicher gefällt worden, geht es ans Aufarbeiten. Da in den Wäldern derzeit sehr viel Schadholz vorwiegend zu Brennholz verarbeitet wird, gibt die für die Forstarbeit zuständige Berufsgenossenschaft, die SVLFG, an dieser Stelle Sicherheitshinweise beim Umgang mit Holzspaltern.

Wer davon größere Mengen aufarbeiten muss, sollte dafür einen Säge-Spalt-Automaten einsetzen. Arbeitssicherheit und Arbeitskomfort steigen durch die Automatisierung der Arbeit erheblich. Sie sind zwar nicht ganz billig. Wird aber ein solcher Holzspalter gemeinschaftlich gekauft, halten sich die Kosten für den Einzelnen in überschaubaren Grenzen.

Vereinzelt können die Maschinen inzwischen auch schon ausgeliehen werden. Interessierte können sich zum Beispiel bei der örtlichen Waldbauernvereinigung, der Forstbetriebsgemeinschaft oder bei den Maschinenringen und Betriebshilfsdiensten danach erkundigen, ob dort diese Möglichkeit besteht.

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Sicherer Umgang mit Sägen und Spaltern

Falls nicht auf einen Säge-Spalt-Automaten zurückgegriffen werden kann, sollten nachfolgende Tipps zum sicheren Umgang mit Spaltern und Sägen beachtet werden: Werden Holzspalter alleine und vorschriftsgemäß bedient, sinkt das Unfallrisiko. Ungefährlich ist die Arbeit trotzdem nicht. „Wir erleben zum Beispiel häufig, dass Menschen die am Spalter arbeiten, durch zurückschlagende Stammteile getroffen werden. Besonders gefährlich sind krumm gewachsene Stammstücke oder Stücke mit Ästen“, so Robert Strixner, der bei der SVLFG im Bereich Prävention tätig ist.

Auch wenn die Leistungsfähigkeit mancher Ein-Mann-Spalter dazu verleitet, mit mehreren Personen daran zu arbeiten, ist dies verboten. Zu groß ist die Gefahr, dass bei solchen Geräten der Spaltmechanismus ausgelöst wird, während eine zweite Person zum Beispiel noch ein schief im Spalter liegendes Stammstück nachjustiert.

Schwere Verletzungen könnten die Folge sein. Grundsätzlich sind beim Arbeiten mit dem Holzspalter diese Regeln zu beachten:

  • Nur hydraulische Holzspalter mit Zwei-Hand-Bedienung verwenden
  • Unbedingt die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
  • Den Spaltvorgang erst auslösen, wenn sich niemand im Gefahrenbereich befindet.
  • Nur geeignete Personen mit dem Holzspalten beauftragen.
  • Beim Spaltvorgang auf ergonomische Anordnung und gute Holzfixierung achten! Stammheber erleichtern die Arbeit.
  • Holzspalter sind Ein-Mann-Maschinen. Nie zu zweit am Spalter arbeiten, es besteht die Gefahr von schweren Handverletzungen.

Um schwerere Holzstücke rückenschonend an den Spaltarbeitsplatz zu bewegen, empfiehlt die Berufsgenossenschaft, dabei Stammheber zu verwenden. Für leichtere Holzstücke hat sich der Einsatz eines Sappis bewährt. Das günstig erhältliche Universalwerkzeug hilft an einem langen Arbeitstag, das Bücken und Anheben zu reduzieren.

Persönliche Schutzausrüstung gehört dazu

Egal für welche Art der Brennholzaufarbeitung man sich auch entscheidet, die passende Persönliche Schutzausrüstung (PSA) muss dabei immer getragen werden. Darauf weist die Berufsgenossenschaft ausdrücklich hin. Dazu gehören in diesem Fall:

  • Gehörschutz
  • Sicherheitsschuhe
  • Schutzbrille
  • Handschuhe

Die Arbeitskleidung muss eng anliegen, damit sie nicht von beweglichen Maschinenteilen erfasst werden kann. Noch sicherer ist es, die bei der Wald zu tragende Forst-PSA einschließlich Schnittschutzkleidung und Schutzhelm auch bei der Aufarbeitung von Brennholz zu tragen.

Weitere Hinweise zu Körperschutz hat die SVLFG in einer Broschüre zusammengestellt. Sie kann kostenlos hier ebenso heruntergeladen werden wie ein Flyer zur Sicherheit beim Brennholzaufarbeiten: kurzelinks.de/sicher-holzen. (red)

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