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  • 2018.09.05.

Maisaussaat ist abgeschlossen

© Detlef Finger

Den Silo- und Körnermais hat Landwirt Michael Arndt mit der sechsreihigen Einzelkornsämaschine gedrillt.

Bildergalerie: Maisaussaat ist abgeschlossen


Nach dem späten Start ins Frühjahr gingen die Feldarbeiten im Betrieb von Werner und Michael Arndt in Bottmersdorf im Landkreis Börde zuletzt zügig voran. Vorvergangene Woche wurde auf rund 80 ha Mais gelegt, davon etwa 70 ha Silomais. Dieser wird zu ca. 90 % als Gärsubtrat für die Biogaserzeugung genutzt. Dazu hat die GbR mit zwei Anlagenbetreibern Verträge abgeschlossen. „Wir bauen mittelfrühe bzw. mittelspäte Sorten an mit Reifezahlen von 250 bzw. 280 zur Staffelung der Ernte“, erklärt Michael Arndt. Die übrigen zehn Prozent Silomais gehen als Silage in die Winterfütterung der Fleckviehrinder des Hofes. Zur Körnergewinnung wird früher Mais mit einer Reifezahl von 210 auf 10 ha angebaut.

Die Maisflächen erhielten vor der Aussaat 25 m3 Gärrest als Dünger, der sofort in den Boden eingearbeitet wurde. Die Rücknahme von Gärrest ist vertraglicher Bestandteil der Substratlieferung an die Biogasanlagen. Die Einzelkornsaat des Maises erledigte Michael Arndt mit der eigenen sechsreihigen Legemaschine von Maschio-Gaspardo (mit Unterfußdüngung). Anschließend wurden die Flächen mit einer Zwölf-Meter-Walze von Amazone gewalzt. „Die ebene Bodenoberfläche sichert eine bessere Beerntbarkeit und durch die Beseitigung der Erdkluten werden Spritzschatten bei der Unkrautbekämpfung vermieden“, begründet der Juniorchef der GbR diesen zusätzlichen Arbeitsgang.

„Um die Maisfläche herum und entlang der im Schlag liegenden Stichgräben haben wir außerdem eine 24 m breite Schneise für die Bejagung des Schwarzwildes angelegt“, erzählt Michael Arndt, der selbst Jäger ist. Eingesät wurde hier Hafer, der das Feld deutlich früher räumt als die Futterpflanze. „Das hilft auch beim Anschnitt des Maises, weil weniger Verluste durch Überfahren entstehen.“

Die Zuckerrüben, allesamt nematodentolerante KWS-Sorten, waren in der Woche nach Ostern auf 60 ha in den Boden gekommen. Das Drillen der Rübenpillen erfolgte mit einer zwölfreihigen Einzelkornsämaschine mit Fingerdruckrollen von Kleine. Die Rüben, die inzwischen vier bis sechs Blätter aufweisen, haben die erste Nachaufbehandlung (NAK) gegen Unkräuter hinter sich. Zwischen zweiter und dritter NAK wird eine Maschinenhacke eingeschoben.

Auf mechanische Pflegemaßnahmen setzen Arndts auch in anderen Kulturen. So wird die Sommergerste gestriegelt, um Luft in den Boden zu bekommen und die Bestockung der Pflanzen anzuregen. Letzterem dient auch der Einsatz der Walze auf der Feldgrasvermehrung.

Im Ackerbaubereich des Familienbetriebes stand am vergangenen Wochenende die Blütenbehandlung des Winterrapses an. Die Behandlung zielt vor allem auf die Bekämpfung von Sklerotinia (Weißstängeligkeit) ab. Dieser Pilz kann unter bestimmten Voraussetzungen hohe Ertragsverluste verursachen. Wie Landwirt Michael Arndt betonte, kommen in den blühenden Rapsbeständen der GbR ausschließlich sogenannte B4-Präparate (nicht bienengefährlich) zum Einsatz, um die Insekten zu schonen. Außerdem werden für die Behandlung der Ölfrucht nach Möglichkeit die Abendstunden nach dem Bienenflug genutzt. Vor allem aber gebe es immer auch Absprachen mit dem Magdeburger Imker, der den Bottmersdorfer Raps als Tracht nutzt.

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