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  • 2018.04.04.

Das Warten hat endlich eine Ende

© Detlef Finger

Michael Arndt bereitet den Boden für die Aussaat des Grassamens für den Vermehrungsanbau mit der Saatbettkombination von Lemken vor, Vater Werner folgt ihm mit dem Schlepper mit der Amazone-Drillmaschine.

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Seit Wochen standen Werner und Michael Arndt in den Startlöchern. Im vergangenen Jahr hatten die Landwirte aus Bottmersdorf in der Börde Ende Februar bereits den Grassamen im Boden, Mitte März war die Aussaat von Sommergerste und Hafer beendet und am 22./23. des Monats waren die Zuckerrüben gedrillt. Dieses Jahr hingegen zog sich der Start der Frühjahrsbestellung durch die Kälteperiode und den erneuten Wintereinbruch unendlich hin.

Vor kurzem konnten die beiden 18 ha für die Grassamenvermehrung pflügen, auf weiteren 14 ha hierfür war die Furche im Herbst gezogen worden. Vorvergangenen Sonntag drillten sie das Basissaatgut von einjährigem Welschen Weidelgras, dass auf Vertragsbasis für die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) mit Sitz in Lippstadt vermehrt wird. „Der Boden muss tragfähig, vor allem aber feinkrümelig und gut abgesetzt sein“, erklärt Werner Arndt. Die Feinsämerei wird flach in den Boden gelegt, sie darf keinesfalls eingeschmiert werden, weiß der Landwirt.

Erste Düngergabe

Anfang voriger Woche konnte zudem Sommergerste auf 25 ha ausgesät werden. Zwischenzeitlich hatten die Landwirte die erste Stickstoffgabe in den Wintergetreide- und -rapsbeständen sowie auf dem Grünland ausgebracht – in Form von Harnstoffgranulat bzw. schwefelsaurem Ammoniak. Die Vater-Sohn-GbR setzt dafür einen Schleuderstreuer Rauch Axis EMC mit 24 m Arbeitsbreite ein. „Der Düngerstreuer ermittelt die Ausbringmenge über eine elektronische Massenstromkontrolle und stellt sich vollautomatisch selbst ein“, erklärt Michael Arndt. „dies ermöglicht eine sehr genaue Dosierung der Nährstoffmengen.“ Der Winterweizen wurde darüber hinaus mit Gärsubstrat versorgt.

Langeweile kam in den zurückliegenden Wochen im Bottmersdorfer Betrieb dennoch nicht auf. Im Spätherbst und bis in den Dezember hinein ist Hauptkalbezeit des Fleckviehs. „Damit erreichen unsere Zuchttiere bis zu den Auktionen im März einen ausreichenden Entwicklungsstand“, erläutert Arndt senior. „Die Jungbullen sollten wenigstens ein Jahr alt sein, wenn sie in den Deckeinsatz gehen“, ergänzt der Züchter. In den letzten Tagen kalbten noch einige wenige Kühe. „Nachzügler, die nicht tragend geworden sind.“ Im Juni, vor der Getreideernte, folgt dann noch eine Handvoll Färsen, die zum ersten Mal trächtig sind.

Klauenpflege beim Vieh

Stets im Spätherbst wird das Fleckvieh der Zuchtrichtung Fleisch (Simmental) in Abhängigkeit von der Witterung eingestallt. Als erstes kommen Auktionsbullen, Zuchtabsetzer (nach dem Wiegen) und Kühe mit kleinen Kälbern, die noch auf der Weide zur Welt gekommen sind, in die Stallungen auf dem Betriebshof.

Mitte März stand beim Fleckvieh die Pediküre an, damit die Rinder auf den Weideaustrieb vorbereitet sind. Der war eigentlich für Ende März geplant, muss aber witterungsbedingt ebenfalls zeitlich etwas verschoben werden. Die Klauenpflege führten die Arndts unter Zuhilfenahme eines Klauenpflegestandes von Texas Trading selbst durch. Lediglich frisch abgekalbten und hochtragenden Tieren werden die Klauen später erst geschnitten, um sie nicht unnötig zu belasten.

Ebenso in Eigenregie erledigt werden im Betrieb die Winterreparaturen an den Schleppern und der übrigen Landtechnik sowie viele notwendige Wartungs- und Pflegearbeiten. „Da fällt immer etwas an“, weiß Werner Arndt, der auch alte, aber bewährte Geräte selbst in der Werkstatt auf dem Hof aufarbeitet.

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