• 2018
  • 01.03.
  • 2018.01.03.

Arndt GbR – Marktfruchtbau und Fleckviehzucht

Vater und Sohn Foto: Detelf Finger

Werner Arndt und sein Sohn Michael vor den Stallungen für das Fleckvieh auf dem Betriebshof der Familien-GbR.

Die Feldarbeiten haben im Betrieb von Werner Arndt (61) und Sohn Michael (32) vorige Woche begonnen. Die Bottmersdorfer, gelernte Landwirte mit zusätzlichem Abschluss der Fachschule als Agraringenieur bzw. Staatlich geprüfter Wirtschafter, pflügten Flächen, auf denen nach zusätzlichem Saatbettbearbeitungsgang Feldgras für den Vermehrungsanbau in die Erde kam. Die Produktion von Vorstufensaatgut ist eine Spezialität der GbR im Landkreis Börde. Neben Gras werden auch Winterweizen und Sommerbraugerste vermehrt.

Der Betrieb, dessen Standort im Regenschatten des Harzes liegt, arbeitet konventionell. Das Ackerland wird über die Jahre hinweg je zur Hälfte gepflügt bzw. pfluglos bewirtschaftet. Dann kommt der Schwergrubber zum Einsatz. Bei der Bestandspflege schwören die beiden Praktiker auf mechanische Verfahren, etwa den Einsatz des Striegels im Getreide oder die Maschinenhacke in den Rüben.

Fleckvieh fürs Grünland

Die Böden um Bottmersdorf haben eine Lößauflage, die aber nur 30 bis 40 cm mächtig ist; darunter steht Sand an. Die betriebliche Fruchtfolge ist vielgestaltig. Auf den rund 450 ha Acker wachsen neben Winter- und Sommergetreide vor allem Winterraps, Zuckerrüben sowie Körner- und Silomais. Letzterer wird zum einen auf vertraglicher Basis als Gärsubstrat für zwei Biogasanlagenbetreiber angebaut. Der Silomais ist zum anderen neben den 33 ha Grünland sowie hofeigenem Getreide Futtergrundlage für den zwischen 80 bis 90 Kopf zählenden Fleischrinderbestand des Hofes.

Werner Arndt und sein zweiter Sohn Michael, die den Familienbetrieb seit einigen Jahren gemeinsam als Teilhaber in Form einer GbR führen, haben sich auf die Haltung von Fleckvieh-Simmental spezialisiert. 32 Mutterkühe der fleischbetont gezogenen Zweinutzungsrasse sind die Basis für die Erzeugung von Zuchtvieh bzw. von Absetzern für die Mast, die dann über die RinderAllianz GmbH des Rinderzuchtverbandes Sachsen-Anhalt eG bzw. ab Hof oder auf Auktionen im niedersächsischen Verden vermarktet werden.

Die beiden Züchter setzten dabei auf Spitzengenetik. So deckt aktuell der mit einem Relativzuchtwert Fleisch (RZF) von 132 bewertete, dreijährige Vererber Don in der Bottmersdorfer Herde. Im Stall stehen derzeit vier vielversprechende Jungbullen, die aus der Linie des Bullen Deno PP* abstammen, der einen Landessiegertitel erringen konnte.

Drei dieser Tiere stehen ab Hof zum Verkauf, den vierten trieben Arndts in der zweiten Hälfte dieser Woche auf der Jungbullenauktion im Rahmen der neu konzipierten FleischrindVision der RinderAllianz im altmärkischen Bismark auf. Auf der gemeinsamen Schau der Zuchtgebiete Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern war der Zuchtbetrieb aus der Börde auch mit einer Färse vertreten.

Weitläufiger Betriebshof

Für Vater und Sohn Arndt bedeutete der Auftritt auf der Zuchtveranstaltung in den letzten Wochen vor allem auch eines: zusätzliche Arbeit mit der Vorbereitung der Tiere. Daneben stand die Winterreparatur der Technik auf dem Programm, die die Landwirte so weit wie möglich selbst erledigen.

Auf dem weitläufigen Betriebsgelände an der Umgehungsstraße gibt es auch sonst immer etwas zu tun. Den Grund und Boden hatte Werner Arndt seinerzeit zum Teil von privaten Eigentümern und aufstehende Gebäude von der LPG gekauft. Später entstanden auf dem Areal zwei neue Hallen als Einstellplatz für die Maschinen und als Lagerraum, etwa für Getreide und Futter. Auf dem Betriebshof finden sich auch die Stallungen für die Rinder und eine Siloanlage für den Mais.

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