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  • 2018.13.06.

200 Ballen Heu auf Lager

© Detlef Finger

Das Grünland ist Futtergrundlage für die Rinder der GbR Arndt – als Weide sowie zur Gewinnung von Heu und Grassilage.

Bildergalerie: 200 Ballen Heu auf Lager


Die extreme Frühjahrstrockenheit hat auch um Bottmersdorf keinen Bogen gemacht. Seit Ostern hat es kaum nennenswerten Niederschlag gegeben. Lediglich 16 Millimeter stehen seither zu Buche, davon fielen sechs am 1. Juni. Auf den Feldern der Arndt GbR zeigen sich überall Risse im Boden. „Trotzdem stehen die Kulturen noch halbwegs gut da“, meint Juniorchef Michael Arndt. Der Weizen hat die Blütenbehandlung gegen Ährenkrankheiten sowie Blattläuse und andere Schädlinge erhalten. Der Pflanzenschutz erfolgte in den Abendstunden, um die Pflanzen nicht zusätzlich zu stressen. Die Zuckerrüben haben die Reihen geschlossen, auch der besser entwickelte Mais steht kurz davor. In Letzterem wurden Ungräser und Unkräuter bekämpft.

Die trockenwarme Witterung nutzten der Junglandwirt und sein Vater Werner, um auf dem Grünland Heu zu machen. Start war am 5. Mai. „Wir haben die Flächen nach und nach gemäht und das Heu gepresst – insgesamt rund 200 Rundballen von im Schnitt 1,8 Meter Durchmesser“, erzählt Michael Arndt. Um kein Risiko einzugehen, wurden stets überschaubare Parzellen in Angriff genommen. Die Technik für die Heugewinnung wird selbst vorgehalten: neben Schleppern sind das ein 3,20 m-Heckanbau-Mähwerk, ein Heuwender und ein Schwader mit jeweils 6,50 m Arbeitsbreite sowie eine variable Rundballenpresse, die Rollen von 0,70 bis 2,20 m Durchmesser machen kann.

Auf gemähten bzw. von den Fleckviehrindern abgeweideten Flächen wird anschließend 25 m3 Gärrest aus der Biogasanlage ausgebracht. Der liefert neben Stickstoff auch Feuchtigkeit für den Neuaustrieb der Gräser. „Ausgenommen hiervon sind die Wiesen, auf denen demnächst unsere Tiere stehen“, betont Arndt junior.

Vom zweiten Aufwuchs auf dem Grünland soll Grassilage gemacht werden. Diese wird in mit Stretchfolie überzogenen Wickelballen als Winterfutter gelagert. Auch auf Splitterflächen wird der Grasaufwuchs siliert, „um nicht mehrmals mit der Heutechnik dort hin zu müssen“, sagt der Junglandwirt.

Vater Werner schaute sich Mitte voriger Woche mit einem Anbauberater der Deutsche Saatveredelung AG (DSV) die Grasvermehrungen des Betriebes an. Sie beratschlagten über die weitere Bestandesführung bis zur Ernte. Gemulcht haben die Arndts zuletzt auch ihre Feldraine – aus Gründen der Ackerhygiene, aber auch, damit es entlang der Wege ordentlich aussieht. Denn der Familienbetrieb beteiligte sich am vergangenen Samstag am Bottmersdorfer Kinderfest. Mit dem Kremser ging es hinaus zu den Wiesen, um die Kälber anzuschauen. Selbstverständlich konnte auch die Landtechnik auf dem Betriebshof bestaunt werden.

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