• 2016
  • 04.02.
  • 2016.04.02.

Winterarbeit bei Frühlingswetter

Bagger verschließt Dränageschacht

Dränagearbeiten bei der TZG Ernstroda

Zügig hat der Bagger den Dänageschacht wieder geschlossen.

Auf den ersten Blick sei ein 30 Meter langes Dränagerohr nicht viel. „Aber die gesamte Ecke des Schlages ist ein Ausfall“, sagt Dirk Grigutsch. Das zu ändern verspricht sich der TZG-Pflanzenbauleiter von dem kleinen Eingriff. Das Wetter passte in den letzten Tagen bestens für solche Arbeiten in feuchten  Ecken, bei der Grabenpflege oder dem Gehölzschnitt. Daneben fuhren Leute von Grigutschs Team Mist aus dem Langenhainer Mutterkuhstall zu den reservierten Maisflächen. Das fast aufgebrauchte Stroh in entfernteren Lagern wurde nach Ernstroda transportiert, und die leergeräumten Hallen konnten gereinigt werden. „Die Güllesituation ist total entspannt, wir haben mindestens noch 15 000 Kubikmeter Platz.“ Hier mache sich das neue Güllemanagement, das seit einigen Jahren gefahren wird, positiv bemerkbar. Zuletzt konnten so auch im Herbst die Lagerstätten gereinigt werden.

» Bildergalerie: Winterarbeiten bei Frühlingswetter

Gute Bestände

Die frühlingshafte Witterung bietet sich an, die Winterkulturen einzuschätzen. „Ich kann mich nicht erinnern, solch gute Rapsbestände gesehen zu haben“, sagt Grigutsch. Die Wintergerste stehe anständig, „teilweise ist sie fast schon zu weit entwickelt“. Auch beim Weizen keine Klagen. „Es gibt ein paar Schläge, wo Niederschläge im Herbst eine Herbizidmaßnahme verhinderten. Das sieht man ihnen jetzt natürlich an.“ Feldmausprobleme gebe es nach wie vor auf dem Dauergrünland. Davon abgesehen präsentiert sich das Grünland für die Jahreszeit in durchgängig guter Kondition. Selbst ein 40 ha großer Ackergrasschlag, den man 2015 kurzfristig anlegte, um die angespannte Futtersituation zu entlasten, verspricht noch einen Schnitt. „Hier werden wir relativ zeitig eine mineralische N-Gabe ausbringen. Nach dem Schnitt wollen wir dann zügig pflügen, um Mais legen zu können.“

Mehr Sommerungen

 Die Flächen mit Sommerkulturen erfahren 2016 eine Ausdehnung. Nach einjähriger Anbaupause soll wieder auf 70 ha Braugerste wachsen. Und: „Erstmals versuchen wir es nun doch mit Erbsen. Das Saatgut für die 40 Hektar haben wir schon.“ Als eine Greening-Komponente entschied sich die TZG im Vorjahr  noch auf rund 30 ha für die Silllegung. „Das war nicht zuletzt der Witterung im Jahr 2014 geschuldet, als ohnehin schon feuchte Flächen total absoffen.“ Spätestens jetzt könne man sehen, dass die Stilllegung keine gute Option ist: „Die Flächen sind total verunkrautet, wir werden sie jetzt erst mal wieder ‚urbar‘ machen müssen. Auf den Flächen soll dann Mais wachsen.“

comments powered by Disqus

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr