• 2012
  • 21.04.
  • 2012.21.04.

Wechselbad der Gefühle

Eigentlich sollte Tino für zwei Tage seine Arbeit im Fütterungsteam unterbrechen und zur Vorbereitung des Weideauftriebs mit raus aufs Grünland. Daraus wurde kurzfristig nichts. Für Tino kein Problem, weil, wie er sagt, Füttern und Melken die Arbeiten sind, die ihm richtig Spaß machen – im Gegensatz zum Einsatz im Repro-Stall. Also weiter füttern: Donnerstag kam er pünktlich 13 Uhr zur Spätschicht. Hier wurde ihm eröffnet, dass er für eine erkrankte Melkerin einspringen müsste. Schichtbeginn: 16 Uhr. Seinen geplanten freien Freitag konnte er jetzt auch vergessen... Da schiebt man, sagt Tino, richtig Frust. Man sieht es ihm an.

 

Das gilt freilich nur für den Moment. Er arbeite gern in Ernstroda, trotz des knapp 20 km langen Anfahrtsweges. Von daheim ist ihm die Landwirtschaft mit ein paar Bullen und Schweinen nicht fremd. 2009 habe er sich bewusst für einen Ausbildungsplatz in Ernstroda beworben. Denn er hatte viel Gutes gehört. Und vor Kurzem erst unterbreitete ihm die TZG  ein erstes Übernahmeangebot. Und zwar als Weidewart. Aus Sicht von TZG-Ausbildungsleiter Arnd Hölzer eine verantwortungsvolle Tätigkeit, die man mit Sicherheit nicht jedem Gesellen anbieten würde.

 

Und das Job-Angebot? Sorgen bereitet Tino, für den im Juni die Abschlussprüfungen anstehen, dass man in der Weidesaison, die bei der TZG Ende April beginnt und bis Ende Oktober reicht, neben der Tagesarbeit auch Bereitschaftsdienst hat, etwa für den Fall eines Weideausbruches. Selbstbewusst sagt Tino, dass er daüber nachdenken wird.

 

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