• 2013
  • 01.02.
  • 2013.01.02.

Visite im Melkstand

Seit mehr als 20 Jahren vertrauen die Ernstrodaer auf das Können von Dr. Jens Hofmann. Von Montag bis Freitag ist der Tierarzt am Vormittag im Betrieb. „Es gibt ein festes Programm. Daneben werden natürlich akut erkrankte Rinder behandelt“, sagt Barbara Dierchen, die die Abteilung Tierproduktion der TZG leitet. Kälberstall, Jungrinderstall und Abkalbestall stehen auf dem Programm des Veterinärs. Dreimal in der Woche treffen die Melker der Frühschicht auf den Georgenthaler. „Als letzte Gruppe werden immer die am Euter erkrankten Kühe gemolken“, weiß Landwirt-Azubi Till, der in dieser Woche ab 4 Uhr in der Frühe im Melkstand arbeitet. „Wir desinfizieren die Euter, Dr. Hofmann kontrolliert das Euterviertel und Vorgemelk und legt dann die Behandlung fest beziehungsweise gibt die Kuh wieder frei, sodass sie nach der Wartefrist wieder in ihre gewohnte Gruppe zurückkehren kann.“ 

 

Bei all jenen Tieren, die ihre Eutererkrankung hinter sich haben, führt Till noch einmal einen Zelltest durch, damit jeder Zweifel ausgeschlossen werden kann. „Unsere Melker und natürlich auch unsere Lehrlinge wissen, dass sie bei der Dokumentation und beim Zelltest konzentriert arbeiten müssen. Hier geht es um Genauigkeit“, sagt Barbara Dierchen. Nach dem Abmelken der Euter-Gruppe – die Milch wird freilich in einem Extratank gesammelt – erhalten, wenn notwendig, die Kühe ihr Medikament vom Tierarzt verabreicht. In einigen Fällen verarzten die Melker die Kühe selbst. So reibt Till einem Tier die verletzte Zitze mit einer Wundsalbe ein. Das geht ihm alles routiniert von der Hand.

 

 

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