• 2012
  • 12.03.
  • 2012.12.03.

Verantwortung für die Jüngsten

Eigentlich war Ricardo, Landwirt-Azubi im 1. Lehrjahr, für die Spätschicht im Jungrinderstall mit eingeplant. Daraus wurde jetzt eine Frühschicht. Arbeitsbeginn: 6 Uhr. Er musste kurzerhand in den Kälberstall wechseln. Dort ist er für seine erkrankte Kollegin Bianca, ebenfalls im 1. Ausbildungsjahr, eingesprungen. Kein Problem für Ricardo. „Füttern, Einstreuen, Milchautomaten füllen oder neu eingestallte Kälber mit dem Transponder versehen und am PC anmelden“, so beschreibt der 17-Jährige die Arbeiten, die zu erledigen sind. Seit einer Woche ist Ricardo wieder in der TZG. Davor hieß es für zwei Wochen Berufsschule in Schwerstedt. Weil er seine dreijährige Ausbildung mit dem Fachabitur kombiniert, wird er während der Lehre weniger Zeit im Betrieb verbringen. Vier bis sechs Wochen Praxis in Ernstroda folgen stets zwei Wochen Theorie.

 

Schule und Unterricht gingen in Ordnung, sagt Ricardo. Wenn er aber mit dem Radlader die Biogasanlage befüllt oder wie im Herbst mit einem 240-PS-Schlepper Grubbern und Silomaisfahren kann, macht es natürlich noch mehr Spaß. Seinen Traktor-Schein hatte Ricardo schon in der Tasche, als er im August 2011 die Lehre begann. Dafür habe er gespart, einen Teil gab der Opa dazu. Dass die jüngsten Azubis schon auf der wertvollen Landtechnik eingesetzt werden, ist in der TZG keine Seltenheit, sagt Ausbildungsleiter Arnd Hölzer: „Wir bekommen später nur das zurück, was wir den Lehrlingen gegeben haben“. Und dazu gehöre auch, dass sie frühzeitig Verantwortung übernehmen dürfen.

 

Die Frühjahrsarbeiten bei der TZG werden, neben dem Pflanzenschutz, momentan vom Schleppen der 1 800 ha Grünland und der Gülledüngung bestimmt. Wenn der Boden es zulässt, geht es in dieser Woche an die Aussaat der Sommergerste.

 

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