• 2014
  • 06.06.
  • 2014.06.06.

Trockensteher im Grünen

© Frank Hartmann

In Vierzig Tagen kommen die Tiere zurück.

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Von den Stallanlagen der TZG in Ernstroda kann man die Kühe auf den Trockensteherweiden sehen: Luftlinie sind es keine zwei Kilometer. „Im Sommer kommen unsere Kühe ab dem 220. Trage-Tag stets zur Erholung auf die Weide“, erläutert Barbara Dierchen das Trockensteher-Management der TZG. „Im Durchschnitt verbringen sie dort 40 Tage beziehungsweise bis die Phase der Transitfütterung beginnt“, so die TZG-Abteilungsleiterin Tierproduktion. Vor dem Auftrieb gibt es stets eine Parasitenbehandlung und die „Mutterschutzimpfung“.

Viehtrieb ist heute kompliziert

Vor Jahren noch trieben die TZG-Mitarbeiter die gesamte Herde mit ihren knapp 70 Tieren ab, sortierten auf dem Betriebsgelände die für die Abkalbung bereiten Tiere aus und die neuen Tiere ein.  Und ab ging es zu Fuß zurück auf die Weide. Das dauerte zusammen eine Stunde. „Weil wir die Straße queren und Wege nutzen, die uns nicht gehören, sind wir mittlerweile vom regelmäßigen Ab- und Auftrieb der gesamten Herde abgekommen“, so Barbara Dierchen. Viehtrieb sei heute komplizierter. Also geht heute ein Team von fünf Kollegen auf die Weide und separiert jene Kühe, für die Transit-Phase beginnt, vor Ort aus. Das ist ein wenig aufwendiger.

Zehn Mann für 18 Kühe

Donnerstag war es wieder so weit. 20 Tiere verließen die Herde, nach knapp einer Stunde waren sie im Stall. Weil zusätzlich fünf Kollegen beim Queren der Straße und beim Weg durch das Betriebsgelände „Spalier“ stehen müssen, ging es für die Treiber ohne Verschnaufpause sogleich weiter. Die 18 neuen Weidegänger, die aus allen Laktationsgruppen stammen, waren binnen einer  Viertelstunde in der Sommerfrische.

Über ein Dutzend Mal

Vom Mai bis zum September geht das etwa 15 Mal so. An die 300 Trockensteher finden in der Weidesaison den Weg auf das Grünland. „Einen direkten Unterschied zu den Wintertieren gibt es nicht. Freilich gehen wir davon aus, dass die Tiere auf der Weide generell stabiler gegenüber Infektionen sind und der Weidegang die Klauengesundheit fördert.“       

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